20.01.2012
Kleinere Gemeinden setzen gemeinsam grösseres Potenzial frei. Tübachs Gemeindepräsident Michael Götte setzt sich deshalb im Rahmen der Entwicklung der Region Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee stark für die kleinen Gemeinden ein. Er hofft, dass er am Standortforum vom 26. Januar von möglichst vielen Teilnehmenden aus kleineren Gemeinden und aus der Region am See unterstützt wird.
Michael Götte ist vollauf überzeugt, dass sich das gemeinsame Vorwärtsgehen und insbesondere der bevorstehende Grossanlass mit wohl gegen 300 Teilnehmenden lohnen: Er engagiert sich deshalb nach anfänglicher Skepsis im Leitungsgremium und im Vorstand der Region, und das Standortforum bezeichnet er als einzigartiges Projekt, das es der ganzen Bevölkerung ermöglicht, Ideen zur Weiterentwicklung der Region einzubringen. Götte hofft, dass er am Forum von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern der Region am See und von kleineren Gemeinden unterstützt wird, für deren Anliegen er sich besonders stark macht.
Zwei der attraktivsten Standorte
An seiner Tätigkeit für die Region fasziniert Götte, dass Privatwirtschaft und öffentliche Hand erfolgreich an der Entwicklung der Agglomeration zusammenarbeiten. Gerade auch bei der Erarbeitung des zweiten Agglomerationsprogramms, das Mitte Jahr beim Bund eingereicht werden soll, sei dies einmal mehr deutlich geworden. Das Agglomerationsprogramm ermögliche es, dass sich die unterschiedlichsten Gemeinden und Teilregionen ihren Stärken entsprechend weiterentwickeln können. So habe er sich auch dafür eingesetzt, dass kleinere Gemeinden nicht einfach zu Schlafgemeinden degradiert werden, denn, so konkretisiert er am Beispiel Tübachs: «Wir haben gleich viele Arbeitsplätze wie erwerbstätige Einwohner im Dorf. Es ist deshalb besonders begrüssenswert, dass im regionalen Standortportfolio der neun attraktivsten Wirtschaftsstandorte mit Entwicklungspotenzial auch zwei Areale aus kleineren Gemeinden aufgenommen wurden.» Götte spricht dabei vom Industriegebiet Thannäcker in Goldach und angrenzenden Parzellen in Tübach sowie vom Industrieland zwischen Flughafen und Autobahn in Thal und Altenrhein.
Interessante Kombination von Stärken
Der regionale Entwicklungsprozess habe geholfen, dass sich der regionale «Leuchtturm», der «Stadtraum Bodensee», auf seine Stärken zurückbesonnen habe – die ungewöhnliche Kombination von guter Lage für Industrie und Gewerbe, Wohnqualität und aussergewöhnlicher Naherholung. Mit einem grossräumig angelegten Freizeitpark soll ein weiterer Akzent gelegt werden: Vom Goldachtobel bis zur Mündung in den See sollen mit Unterstützung der Region zusätzlich zu bestehenden Einrichtungen weitere Vergnügungsmöglichkeiten im Freien geschaffen werden. Auslöser waren die bestehenden Angebote, wie der Wasserweg, die regionale Sportanlage und der neue Begegnungsplatz in Goldach, die zu eigentlichen Freizeitmagneten geworden seien.
Gute regionale Lobby in Bern
Dass es bei der Zusammenarbeit mit der Region nicht bei Konzepten und schönen Worten bleibt, belegt auch das Engagement für die bessere Erschliessung mit dem Individual- und dem öffentlichen Verkehr. So wird der neue Autobahnanschluss Witen mit Hochdruck verfolgt. Dafür habe man in Bern eine ausgezeichnete Lobby – zum Beispiel regionale Politiker wie Rorschachs Stadtpräsident und Nationalrat Thomas Müller oder das Netzwerk und Fachwissen der Geschäftsstelle der Region unter der Leitung von Rolf Geiger.
Mehr Sitzplätze im Postauto
Die Unterstützung der Region habe aber voraussichtlich für die Benützer des öffentlichen Verkehrs schon bald eine konkrete Auswirkung: «Zu den Stosszeiten haben Pendelnde aus Horn und Tübach im Postauto nach St. Gallen oftmals das Nachsehen und müssen mit Stehplätzen vorliebnehmen. Die Region unterstützt uns nun in unseren Bestrebungen, diesen Missstand zu beheben. Wir rechnen, dass dadurch das Sitzplatzangebot so schnell wie möglich vergrössert wird.»
Prämien winken: Ideen aus Region Rorschach gefragt
Am 2. Standortforum der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee sind auch Ideen aus der Region Rorschach gefragt: Das öffentliche Standortforum findet am 26. Januar 2012 in der Olma-Halle 2.1 in St. Gallen statt. Es steht unter dem Titel «ID? Idee – Identität – Identifikation» und wird die Teilnehmenden motivieren, gemeinsam Ideen in wirkungsvolle Projekte zu verwandeln, von denen die besten gleich am Forum mit 3‘000 oder sogar 10‘000 Franken prämiert werden. Die Tagung beginnt um 10.30 Uhr und endet um ca. 18 Uhr. Die Teilnahme am Forum ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung: www.standortforum.ch.
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Bildlegende:
Tübachs Gemeindepräsident Michael Götte ist überzeugt, dass das Industriegebiet Thannäcker zwischen Goldach und Tübach mit der Vermarktung im regionalen Standortportfolio mehr Beachtung findet.
Hinweis an die Redaktion:
Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Michael Götte, Gemeindepräsident Tübach: Tel. 071 844 23 00
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Region Appenzell AR - St. Gallen – Bodensee: Tel. 071 227 40 70