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Von Projektideen überschwemmt

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27.01.2012
Aussergewöhnliche, regionale Ideen-Entwicklung und neue, spezielle Projekte: Das zweite, öffentliche Standortforum der Region Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee vom Donnerstag, 26. Januar 2012, in St. Gallen war nicht nur ein Grossanlass, sondern wurde auch zum Grosserfolg, weil über 270 Personen aktiv mitwirkten. Die Organisatoren wurden mit Projektideen förmlich überschwemmt. Die besten Ideen für neue Projekte erhalten nun ansehnliche Finanzspritzen.

Der Kreativprozess am Standortforum verlangte von den Organisatoren und Moderator Marco Fritsche einiges ab. Dies wurde schon im einleitenden Zwiegespräch der beiden federführenden Präsidenten über die Zukunft der Region deutlich: Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Wirtschaftsvertreter Martin Huser entfalteten ihr kabarettistisches Talent und setzten motivierende Impulse. Thomas Scheitlin ist Präsident des koordinierenden Leitungsgremiums der Region und präsidiert die Vereinigung der Gemeinden, die zusammen mit der Interessengemeinschaft Standortmanagement unter der Leitung von Martin Huser die Geschicke der Region lenkt. Sie haben für das Standortforum eine breit abgestützte Jury aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammengestellt und ihr das Ziel vorgegeben, vor Schluss des Standortforums die besten Projekte zu prämieren.

Geldprämien für die besten Ideen

Es hat sich gelohnt, wurden doch Ideen für die unterschiedlichsten Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche eingebracht. Am meisten Eindruck machten einige Ideen, die für die Weiterentwicklung  eine Finanzspritze erhalten. Der definitive Betrag – entweder 3‘000 oder 10‘000 Franken – wird jedoch erst nach dem Standortforum aufgrund intensiverer Abklärungen projektbezogen festgelegt. Eine Geldprämie erhalten die Projektidee zur Förderung von wissenschaftlichen Events mit grosser Ausstrahlungskraft, ein Bus zu Firmen als Vernetzungsinstrument, die Projektidee Buchstadt St. Gallen, Nostalgietage für die Ostschweiz und ein „Gallus Award“ für den naturwissenschaftlichen Bereich. Die Jury wird in einem weiteren Workshop auch alle anderen eingereichten Projektideen nochmals prüfen.

Zusätzlichen Schub verliehen
Nebst den prämierten Projektideen wurde eine Vielzahl weiterer Ideen entwickelt, die laut Rolf Geiger, Leiter der Geschäftsstelle der Region, ebenfalls noch viel Potenzial enthalten. Dies sei eine optimale Ergänzung zu den bereits erfolgreich von der Region lancierten Projekten. Er erwähnte unter anderem die Verbesserung der Verkehrserschliessung, das Standortportfolio mit den neun wichtigsten Arealen der Region und das Textilland Ostschweiz. Er forderte die Teilnehmenden vor der Ideenentwicklung in mehreren Arbeitsgruppen heraus, die Strategie der Region in weitere Projekte zu verwandeln. Mit dem Resultat ist er mehr als zufrieden: «Wir erhielten zusätzlichen Schub, um unsere Strategie konsequent innerhalb und ausserhalb der Region weiterzuentwickeln.»

Wege zum attraktiven Standort
Die Teilnehmenden liessen sich vor der kreativen Arbeit auch von Alain Thierstein inspirieren. Thierstein, selber in der Region aufgewachsen, ist einer der führenden Spezialisten für Regionalentwicklung und heute Professor für Raumentwicklung an der Technischen Universität München. Er liess mit eindrücklichen Worten und selbstredenden Darstellungen keine Zweifel offen: Die Region muss daran arbeiten, die Wahrnehmung gegen innen und aussen positiv zu beeinflussen. Thierstein rief in Erinnerung, dass die Region von Aussenstehenden viel weniger wahrgenommen werde als von innen. Zudem zeigte er grafisch auf, wie sich einzelne Wirtschafts- und Bildungszentren in der Region sowie Wohngebiete und Kulturangebote räumlich gut ergänzen. Dabei sei es entscheidend, sich noch stärker zu vernetzen – gegen innen und gegen aussen, denn: Es sei äusserst bedeutsam, die nationale und internationale Vernetzung weiterzuentwickeln, um als Region im Wettbewerb der Standortqualität besser wahrgenommen zu werden. Er verhehlte nicht, dass Teilregionen aus dem Gebiet der Region Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee im gesamtschweizerischen Vergleich bestenfalls als durchschnittlich abschneiden und sagte: «Wir müssen auf die Jagd nach Zukunftschancen.» Die Vernetzung sei gleichsam der Nährboden und das Fundament der drei von der Region definierten «Leuchttürme», dem Wirtschaftszentrum St. Gallen, dem Stadtraum Bodensee und der Natur- und Kulturlandschaft Appenzellerland. Es stelle sich gerade auch im Hinblick auf die weiterzuführenden Projekte die entscheidende Frage: «Wie kann die Region die Nährböden nach innen vernetzen und verdichten, damit die Leuchttürme nach aussen heller scheinen?»

Hinweis an die Redaktion:

Für Rückfragen steht zur Verfügung am Freitag ab 09.30 Uhr
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Region Appenzell AR - St. Gallen – Bodensee: Tel. 071 227 40 70
 
 
Bildlegenden:
Regionalentwicklungs-Spezialist Alain Thierstein: «Wir müssen auf die Jagd nach Zukunftschancen.» (links)
In kleineren und grösseren Arbeitsgruppen erarbeiteten die 250 Teilnehmenden am Standortforum in einem kreativen Prozess viele Projektideen.
 

 

Projekte mit einer Prämie
▪    Nostalgietage Ostschweiz  
▪    Gallus Award für den naturwissenschaftlichen Bereich  
▪    Wissenschaftliche Events
▪    Buchstadt St. Gallen
▪    Stolze Ostschweiz/Stolze BürgerInnen: Ausflüge zu regionalen innovativen Firmen

 

Weitere, eingereichte Projekte
▪   Neogen – Lifestylemagazin für eine Heimat
▪   Regionaler Wild- und Naturpark Peter und Paul visionär nutzen
▪   Tobellandschaft Biberpark: Erlebnispfad
▪   Strand-Lounge als Treffpunkt für alle Altersgruppen
▪   Camper-Tourismus – „Mobil erleben“
▪   Treppenlaufen in St.gallen: Fitness und Ausblick
▪   ost4ever – Ostschweizer Netzwerk für aktive und ehemalige Maturanden/Studierende/
    Berufsschüler
▪   Kulturfabrik: Produktionsraum für Kreativwirtschaft und Vernetzung
▪   Topmarken-Pool St.Gallen – Botschafter für die Region
▪   Über den Dächern: Altstadtdächer mit Hängebrücken zu einem Parcours verbinden
▪   Stadtrutschbahn St. Gallen als neues Transportmittel am Rosenberg und am Freudenberg
▪   Highlights am Rand: Nischenkultur
▪   Kulturperlenkette an Bahnhöfen: Wechselausstellung bzw. Kulturveranstaltungen
    an allen Bahnhöfen der Region
▪   Neuer einheitlicher Name für die Region
▪   Kulturnet – interaktiver Raum im Internet zur Vernetzung von Kulturschaffenden
▪   Abschaffung aller Verkehrs-Signalisationstafeln
▪   Ostschweizer Jugendchor
▪   Real-TV-Soap mit Darstellenden aus der Region im TVO
▪   Soziallabel für soziales Engagement von Unternehmen und Institutionen
▪   Porthos: Online-Regionalportal für Ressourcenaustausch
▪   Coaster Rorschacherberg
▪   Inselparadies: Gestaltung einer künstlichen Insel im / auf / am See
▪   Rohrpost Regio: Entwicklung eines modernen, gebundenen Verkehrssystems
    in einer neuen „Liga“
▪   Triathlon mit berühmten „Köpfen“
▪   Zukunftsperspektiven für Jungerfinder: Wettbewerbe zur Förderung von Innovationen
    von Jungerfindern
▪   Hindernis abbauen, die die Regionalentwicklung beeinträchtigen
▪   Stadt-Domino: Domino durch Stadt St.Gallen mit Riesen-Dominosteinen (2 Meter gross)
▪   Bodensee-Turm mit einzigartiger Aussicht auf den gesamten See und die ganze Region
▪   „Möglichmacher“ -  alle eingereichten Projekte zugänglich machen,
    um „Macher“ zu motivieren
▪   Zwischen-Nischen: Zwischennutzungen von brachliegenden Räumen/Flächen
▪   Erfahrungsschatz Gesundheit: Regionales Label für alternative Heilmethoden
▪   Kunst- und Kulturraum Börse: Brachen mit Subkulturen beleben und diesen zu
    „etablierten“ Kulturen verhelfen
▪   Die Querdenkerregion: Institutionellen „Think Tank“ gründen mit „Erneuerungszwang“
▪   Authentische Region, die von Menschen wirklich auch getragen wird
▪   Bed-and-Breakfast-Kutlur in der ganzen Region
▪   Innovationspark Ostschweiz
▪   Grossmutters Schatztruhe Gesundheit
▪   Label Regionaler Erfahrungsschatz Gesundheit
▪   Hofnarr der Region – präsent, interveniert, unterhält, reflektiert
▪   Talentschmiede für Sporttalente
▪   Powertag Ostschweiz – Alternativenergie-Forum
▪   Bau einer Eventhalle
▪   St. Gallen Fashion Days mit Preisverleihung für Jungdesigner
▪   Meetoring für junge Menschen, um die Freude am Unternehmersein zu wecken
▪   Regio-App „Platzhirsch“: App, das möglichst viele Veranstaltungen für
    div. Altersgruppen bewirbt
      
     
 
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