3. September 2010
Die Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee befasst sich intensiv mit regional- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen. Sie löst Impulse für Arealentwicklungsprozesse aus und leistet durch ihre Mitarbeit am Agglomerationsprogramm einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität des Wirtschafts- und Wohnstandortes.
Die Geschäftsstelle der neu gebildeten Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee hat ihre Arbeit in den Geschäftsräumlichkeiten im Kern der Region, in St.Gallen aufgenommen. Zwei neue Projektleiterinnen, die Wirtschaftsgeographin Theres Kuster und die Betriebsökonomin Jasmin Häne, werden gemeinsam mit Rolf Geiger, dem Geschäftsleiter der Region, den Wirtschafts- und Lebensraum der Region weiterentwickeln.
Ein Portrait mit gemeinsamen Zukunftsbildern
Im ersten Geschäftsjahr 2010 konzentriert sich die Geschäftsstelle der Region auf regional- und wirtschaftspolitische Fragestellungen. Aus diesem Grund läuft zurzeit ein Prozess mit verschiedenen Akteuren über die Chancen, Risiken und Entwicklungsziele des regionalen Wirtschafts- und Lebensraums. Endprodukt dieses Prozesses wird ein Portrait mit Zukunftsbildern sein. Dieses positioniert die Region zielgerichtet und nachhaltig im Standortwettbewerb und initiiert konkrete Projekte und Massnahmen für das Arbeitsprogramm der Geschäftsstelle.
Impulse für Arealentwicklungsprozesse auslösen
Eine Grundvoraussetzung für den Erfolg als Wirtschaftsregion sind attraktive und rasch realisierbare Standorte. Die Region evaluiert, gemeinsam mit den Gemeinden und den Kantonen, Standorte mit Entwicklungspotenzial. Durch die regionale Betrachtung der wirtschaftlich bedeutenden Einzelstandorte entsteht ein Portfolio von Standorten, das dank der Einbettung der Einzelstandorte in ein regionales Gesamtkonzept mehr als die Summe der Einzelstandorte ist. Für die aussichtsreichsten Standorte setzt die Region Impulse für Arealentwicklungsprozesse und prägt diese gemeinsam mit den Standortgemeinden mit. Es handelt sich dabei um ein Public Privat Partnership-Projekt, bei welchem sich der Bund und die Kantone Appenzell Ausserhoden und St.Gallen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik an den Gesamtkosten von rund CHF 750‘000 beteiligen.
Das Agglomerationsprogramm St.Gallen / Arbon-Rorschach aktiv mitprägen
Ein wesentlicher Beitrag zur Attraktivität des Wirtschafts- und Wohnstandorts leistet auch das Agglomerationsprogramm. Es ist ein wichtiges Instrument für die Weiterentwicklung des Verkehrssystems und eine gezielte Siedlungsentwicklung nach Innen. Die Region wird Mitte 2012 die Verantwortung für das Agglomerationsprogramm St.Gallen / Arbon-Rorschach vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St.Gallen übernehmen. Bereits jetzt arbeitet die Region intensiv im Agglomerationsprogramm mit. Sie übernimmt die Umsetzung von Massnahmen, insbesondere den Bereich Mobilitätsmanagement, und engagiert sich bei der Weiterentwicklung des Programms. Damit wird die Mitfinanzierung weiterer Verkehrsinfrastrukturen durch den Bund erwirkt.
Private innovative Projekte unterstützen
Um den Lebens- und Wirtschaftsraum im Zentrum der Ostschweiz nachhaltig zu stärken, sind neben den eigenen Aktivitäten der Geschäftsstelle auch Ideen und Initiativen von Unternehmen, Privaten und Gemeinden gefragt. Dazu hat die Region unter dem Titel RegioIMPULS einen Projektwettbewerb ausgeschrieben. Als Ergebnis unterstützt die Region ein vielversprechendes Projekt zum Thema „Textil“. Dieses wird nun in einer ersten Phase durch eine Machbarkeitsstudie vertieft. Die Region entscheidet gegen Ende des Jahres über die definitive Unterstützung.
RegioIMPULS unterstützt laufend innovative Projekte und Ideen. Das Anmeldeformular sowie die Richtlinien sind online auf www.regio-stgallen.ch abrufbar.
In der Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee leben 230’000 Menschen, davon 150’000 Beschäftigte. Eine Vielzahl innovativer KMU und Grossunternehmen profitieren von der hervorragenden Erreichbarkeit im Zentrum der Ostschweiz und im internationalen Bodenseeraum. 12’000 Studierende bilden sich in international renommierten Ausbildungsstätten aus. Ein breites Freizeitangebot, ein Weltkulturerbe und gelebte Volkskultur vereinigen sich in der Region genauso wie Urbanität und ländliche Idylle. Diese Vorzüge sollen noch besser in Wert gesetzt und der Wirtschafts- und Lebensraum gestärkt werden
Hinweis an die Redaktion:
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee: Tel. 071 227 40 70