13.11.2015 | Stadtlandschaften: Gemeinsam den eigenen Erholungsraum attraktiver gestalten

Naherholungsgebiete sorgen dafür, dass sich Menschen an ihren Wohnorten wohl fühlen. Sie ermöglichen Spaziergänge, bieten Raum für Sport und Spiel. Mit dem Projekt „Stadtlandschaften“ sollen diese Erholungsräume in Wohngebieten gezielt aufgewertet werden. Dazu sind auch Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung gefragt.

Naherholungsgebiete sorgen dafür, dass sich Menschen an ihren Wohnorten wohl fühlen. Sie ermöglichen Spaziergänge, bieten Raum für Sport und Spiel. Mit dem Projekt „Stadtlandschaften“ sollen diese Erholungsräume in Wohngebieten gezielt aufgewertet werden. Dazu sind auch Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung gefragt. Wie wird aus einem einfachen Marktplatz ein attraktiver Platz für Begegnungen und Feste? Wie muss eine Parkanlage gestaltet sein, damit sich Senioren und Familien mit Kindern gleichermassen darin wohlfühlen? Was braucht eine Uferpromenade, damit der See zu einer für die ganze Bevölkerung geschätzten Sport- und Freizeitanlage wird? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum von „Stadtlandschaften“, einem Projekt des Aggloprogramms St.Gallen-Bodensee.

Naher Erholungsraum steigert die Wohnqualität
Das Projekt „Stadtlandschaften“ zielt bewusst auf die Erholungsmöglichkeiten, die in nächster Nähe zu Wohn- und Arbeitsort liegen. Im Fokus stehen Gebiete wie Parks, Plätze, Ufer, Gewässerräume oder Quartier-verbindungen. Von hoher Wichtigkeit ist dabei die Frage: Wie können diese (Stadt)Landschaftsräume für Alltag und Freizeit (noch) attraktiver gemacht werden? So dass sie für die Bewohnerinnen und Bewohner der betreffenden Städte wertvolle und gleichzeitig nahe Erholungsmöglichkeiten bieten. Und damit wesentlich zur Steigerung der Wohnqualität beitragen.

Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung sammeln
Gemeinsam mit den fünf am Agglomerationsprogramm beteiligten Städten Amriswil, Gossau, Romanshorn, Rorschach und St.Gallen werden konkrete Gestaltungs-Visionen für bedeutende städtische Erholungsräume erarbeitet. Weil es um Räume handelt, welche vor allem auch die lokale Bevölkerung nutzt, kommt ihr im Projekt auch eine tragende Rolle zu. In einer ersten Phase wurden an öffentlichen Veranstaltungen Ideen und Anregungen der Bevölkerung aufgenommen und diskutiert. „Wir möchten wissen, wie die Menschen ihre Erholungsräume nutzen wollen. Was gefällt ihnen – was möchten sie ändern. Diese Ideen werden wir dann gemeinsam weiterentwickeln“, erklärt Rolf Geiger, Geschäftsleiter von Agglo St.Gallen-Bodensee.

Folgende Freiräume werden bearbeitet:

  • Marktplatz Amriswil
  • Mooswiese Gossau
  • Seepark Romanshorn
  • Bildungs- & Bewegungscampus Romanshorn
  • Seeufer Rorschach
  • Grünzug Ost St.Gallen

Das Agglomerationsprogramm steuert die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung über die Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg. Eine der Hauptzielsetzungen ist die Förderung der Siedlungsentwicklung nach Innen. Die Qualität der Freiräume gewinnt dabei stark an Bedeutung. Ein Schwerpunkt des Agglomerationsprogramms der 3. Generation liegt deshalb bei der Förderung der Landschaftsqualität innerhalb und ausserhalb der Siedlungsgebiete.

Hinweise an die Redaktionen

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Agglo St.Gallen-Bodensee 071 227 40 71, 079 547 54 61 rolf.geiger@regio-stgallen.ch

90

Über 90 Massnahmen werden mit dem Agglomerationsprogramm der 3. Generation dem Bund zur Mitfinanzierung eingereicht.

110 Mio

Der Bund beteiligt sich in der 3. Generation mit rund 110 Millionen Franken an geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten in der Agglomeration St.Gallen - Bodensee.

40%

Der Bund beteiligt sich mit 40% an den Baukosten der Massnahmen des Agglomerationsprogramms St.Gallen – Bodensee der 1. und 2. Generation.

Kontakt

Agglo St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Tobias Winiger

Projektleiter Aggloprogramm
071 227 40 73
tobias.winiger@remove-this.regio-stgallen.ch  

Nach dem Geographie-Studium an der Universität Zürich war Tobias Winiger beim Kanton Bern in den Bereichen Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagement tätig, daraufhin arbeitete er in einem privaten Raumplanungsbüro in den Bereichen Richt- und Sondernutzungsplanung.

Schwachstellen & Massnahmen

In enger Zusammenarbeit von Gemeinden, Region und Kantonen werden von 2015 bis 2018 rund 270 Fuss- und Velo-Projekte umgesetzt. Das Netz wird deutlich verbessert und die Region damit zur attraktiven Veloregion.

Frei- und Grünräume

Die Übergänge von Siedlung zu offener Landschaft sind wichtige Naherholungsräume. Ausgewählte Gebiete werden, in Abstimmung mit landwirtschaftlichen Nutzungen, gezielt attraktiv gestaltet und zugänglich gemacht.

Verkehrsmanagement

Das Strassennetz im Raum St. Gallen ist heute sehr stark belastet. Zu Spitzenzeiten bleiben Autos und der öV im Stau stecken. In Zukunft wird sich die Situation gar noch verschärfen, denn bis zur Realisierung von grösseren Infrastrukturausbauten wird es noch rund 15 bis 20 Jahre dauern. Ein gezieltes Verkehrsmanagement sorgt bis zu diesem Zeitpunkt für das Funktionieren des gesamten Systems und setzt auf rasch realisierbare Massnahmen.