14.09.2018 | Voller Erfolg für die Ostschweiz

Dank dem Zusammenstehen der Ostschweizer Kantone und 27 Gemeinden, welche die Trägerschaft des Agglomerationsprogramms bilden, hat der Bundesrat wie gefordert die Vorlage nachgebessert. So profitiert nun auch das Grossprojekt Bahnhofplatz und Bushof in Herisau von einer Unterstützung durch den Bund von rund 16 Mio. Franken. Gesamthaft will sich der Bund mit rund 130 Millionen Franken an den geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten im Umfang von 380 Millionen beteiligen. Für zahlreiche Massnahmen in den 27 Agglomerationsgemeinden der drei Kantone will der Bund die Mitfinanzierung ab 2019 freigeben. Namentlich für die Aufwertung von Bahnhofsgebieten, ein Massnahmenpaket Fuss- und Veloverkehr, die Elektrifizierung der Buslinie Abtwil-St.Gallen-Wittenbach und den Autobahnzubringer Witen in Rorschach.

Die Trägerschaft des Agglomerationsprogramms – bestehend aus den Kantonen und den Agglomerationsgemeinden – reichte im Dezember 2016 das Programm der 3. Generation (Periode 2019-23) beim Bund zur Prüfung ein. Nun liegen die definitiven Prüfergebnisse vor. Das Bundesparlament wird die Freigabe der Mittel aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds im Frühling 2019 beraten. Die ersten Projekte der Agglomerationsprogramme aus der 3. Generation mit Bundesfinanzierung können ab Sommer 2019 realisiert werden.

Forderungen zur Nachbesserung fanden Gehör

Im Rahmen der Vernehmlassung hat die Agglo vom Bund noch verschiedene Nachbesserungen im Prüfbericht gefordert. Als Folge davon sind nun im definitiven Ergebnis die drei Projekte Bahnhofplatz und Bushof in Herisau, die Veloquerung über die A1 im Zusammenhang mit der OLMA-Erweiterung und die Velo-Unterführung beim neuen Stadtbahnhof in Rorschach noch in die A-Priorität aufgestiegen. Die drei wichtigen Projekte können nun wie geplant vorangetrieben werden. Damit wurden sämtliche von der Agglo im A-Horizont vorgeschlagenen Projekte vom Bund als solche anerkannt - für das Agglomerationsprogramm ein grosser Erfolg.

Schweizweit höchste Bewertung

Das Agglomerationsprogramm St.Gallen - Bodensee erreicht in der Prüfung die im schweizweiten Vergleich höchste Anzahl von 9 Wirkungspunkten. Dadurch profitiert die Region von einem Mitfinanzierungsanteil von 35 Prozent. Das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee gehört damit zu einem der erfolgreichsten Programme schweizweit. So wurden über alle drei bisherigen Programm-Generationen gerechnet mit über 900 Fr. pro Einwohner und Beschäftigten am viertmeisten Bundesbeiträge für unsere Agglomeration freigegeben. Für Thomas Scheitlin, Stadtpräsident St.Gallen und Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Agglomerationsprogramms, ist der Erfolg des Agglomerationsprogrammes auf die sehr gute Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus zu verdanken. „Dass nun alle von der Agglo im A-Horizont vorgeschlagenen Massnahmen als solche anerkannt wurden, ist die Krönung des Erfolgs. Das Aggloprogramm der 3. Generation hat somit sein grösstmögliches Potenzial ausgeschöpft.“

Gelungene Integration von fünf neuen Gemeinden

In der 3. Generation gehören neu auch die Gemeinden Amriswil, Hefenhofen, Romanshorn, Salmsach und Uttwil zum Aggloprogramm St.Gallen-Bodensee. Mit dem Bushof Amriswil, der Gleisquerung Romanshorn und einem grösseren Massnahmenpaket für den Fuss- und Veloverkehr hat der Bund auch wichtige Projekte in diesen neuen Agglo-Gemeinden in den A-Horizont aufgenommen und damit eine Mitfinanzierung in Aussicht gestellt. David H. Bon, Stadtpräsident Romanshorn und Mitglied des Lenkungsausschusses des Agglomerationsprogramms zeigt sich erfreut: „Über 20 Mio. Bundesmittel fliessen damit in den nächsten Jahren in den Oberthurgau“.

Grünes Licht für die Aufwertung von Bahnhofgebieten, ein Massnahmenpaket Fuss- und Veloverkehr, die Elektrifizierung der Buslinie Abtwil-Wittenbach und den Autobahnzubringer Witen in Rorschach

Ab Sommer 2019 können Massnahmen rund um die Bahnhöfe Herisau, Amriswil, Flawil und Romanshorn sowie ein Gesamtpaket von Massnahmen für den Fuss- und Veloverkehr im Umfang von knapp 120 Mio. realisiert werden. Dieses Paket umfasst zum Beispiel neue Velo-Passerellen über die Steinachstrasse und über das Gleisfeld beim Bahnhof Bruggen in St.Gallen, die neue Gleisquerung in Romanshorn, die Optimierung des Bodenseeradweges und über hundert kleinere, aber wichtige Massnahmen in der gesamten Agglomeration. Mit der Aufnahme in den A-Horizont gibt der Bund auch grünes Licht für das Grossprojekt Autobahnzubringer Witen in Rorschach.  

 

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Gesamtprogramm: Thomas Scheitlin, Stadtpräsident St.Gallen, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Aggloprogramms: Tel. 071 224 53 21
Rolf Geiger, Geschäftsleiter, AGGLO St. Gallen - Bodensee: Tel. 071 227 40 71

Kanton AR: Dölf Biasotto, Regierungsrat AR, Departement Bau und Volkswirtschaft: Tel 071 353 61 11 Renzo Andreani, Gemeindepräsident Herisau, Tel. 071 354 54 50

Kanton TG: Andreas Schuster, Stv. Leiter Tiefbauamt Kanton TG: Tel. 058 345 79 28

Kanton SG: Jesse Mägli, Projektleiter Agglomerationsprogramme, Amt für Raumentwicklung und Geoinformation: Tel. 058 229 31 53
Sascha Bundi, Leiter Mobilität und Planung, Tiefbauamt: Tel. 058 229 30 43

> Prüfbericht (PDF)

90

Über 90 Massnahmen werden mit dem Agglomerationsprogramm der 3. Generation dem Bund zur Mitfinanzierung eingereicht.

110 Mio

Der Bund beteiligt sich in der 3. Generation mit rund 110 Millionen Franken an geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten in der Agglomeration St.Gallen - Bodensee.

40%

Der Bund beteiligt sich mit 40% an den Baukosten der Massnahmen des Agglomerationsprogramms St.Gallen – Bodensee der 1. und 2. Generation.

Kontakt

Agglo St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Tobias Winiger
Projektleiter Aggloprogramm
071 227 40 73
tobias.winiger@remove-this.regio-stgallen.ch  

Nach dem Geographie-Studium an der Universität Zürich war Tobias Winiger beim Kanton Bern in den Bereichen Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagement tätig, daraufhin arbeitete er in einem privaten Raumplanungsbüro in den Bereichen Richt- und Sondernutzungsplanung.

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Schwachstellen & Massnahmen

In enger Zusammenarbeit von Gemeinden, Region und Kantonen werden von 2015 bis 2018 rund 270 Fuss- und Velo-Projekte umgesetzt. Das Netz wird deutlich verbessert und die Region damit zur attraktiven Veloregion.

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Frei- und Grünräume

Die Übergänge von Siedlung zu offener Landschaft sind wichtige Naherholungsräume. Ausgewählte Gebiete werden, in Abstimmung mit landwirtschaftlichen Nutzungen, gezielt attraktiv gestaltet und zugänglich gemacht.

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Verkehrsmanagement

Das Strassennetz im Raum St. Gallen ist heute sehr stark belastet. Zu Spitzenzeiten bleiben Autos und der öV im Stau stecken. In Zukunft wird sich die Situation gar noch verschärfen, denn bis zur Realisierung von grösseren Infrastrukturausbauten wird es noch rund 15 bis 20 Jahre dauern. Ein gezieltes Verkehrsmanagement sorgt bis zu diesem Zeitpunkt für das Funktionieren des gesamten Systems und setzt auf rasch realisierbare Massnahmen.