20.05.2020 | Mit dem Agglomerationsprogramm der 4. Generation an bisherige Erfolge anknüpfen

Die AGGLO St.Gallen-Bodensee schickt die 4. Generation des Agglomerationsprogramms St.Gallen-Bodensee in die Vernehmlassung. In der jüngsten Generation geht es vor allem um die Weiterführung der Stossrichtungen aus der erfolgreichen 3. Generation. Rund 50 Massnahmen mit einem Volumen von 86 Millionen Franken sollen von 2024-2028 umgesetzt werden. Die Vernehmlassung läuft bis 14. August 2020, im Juni 2021 wird das Programm dem Bund zur Prüfung eingereicht.

Vernehmlassung zum Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee eröffnet
Das Agglomerationsprogramm der 4. Generation ist ab heute bis 14. August bei den Gemeinden, Kantonen, Verbänden und der interessierten Öffentlichkeit in Vernehmlassung. Ziel ist, im Juni 2021 das Agglomerationsprogramm beim Bund zur Prüfung einzureichen. Damit wird sich die Trägerschaft (bestehend aus den Gemeinden der REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee und den drei Kantonen AR, SG, TG) um weitere Gelder aus dem Infrastrukturfonds des Bundes für Verkehrsvorhaben in der ganzen Agglomeration bewerben. Nahtlos soll damit an die bisher erfolgreiche Umsetzung von Projekten mit Unterstützung von Bundesmitteln angeknüpft werden.

Fokus auf die Umsetzung
Das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee ist ein Zukunftsbild der Region und beinhaltet Strategien und Mass-nahmen in den Bereichen Landschaft, Siedlung und Verkehr. Hauptziele sind die Förderung der Siedlungsentwicklung nach innen sowie eine darauf abgestimmte Weiterentwicklung des Verkehrssystems. Die 4. Generation knüpft an die Erfolge der 3. Generation an und führt deren Stossrichtungen weiter. Dazu zählen: 

- Siedlungsentwicklung in den Agglomerationszentren auf die Bahnhofsgebiete konzentrieren
- Bahn- und Busangebot optimieren
- Bahnhöfe zu attraktiven Umsteigeorten entwickeln und den Zugang zur Bahn verbessern
- Fuss- und Veloverkehr fördern
- Naherholungsgebiete und Freiräume aufwerten

«Mit den Massnahmen der 4. Generation konzentrieren wir uns auf die Umsetzung der bereits in der 3. Generation festgelegten Strategien und versuchen damit nahtlos am bisherigen Erfolg anzuknüpfen», so Tobias Winiger, Projektleiter Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee. Schweizweit zählt das Agglomerationsprogramm der 3. Generation zu den erfolgreichsten Programmen – es erhielt die höchste Bewertung durch den Bund.

Die wichtigsten Massnahmen
Rund 50 Massnahmen mit einem Volumen von 86 Millionen Franken sollen von 2024-2028 umgesetzt werden. Zu den wichtigsten Massnahmen der 4. Generation zählen:

- In der Stadt St.Gallen werden in Winkeln und in St.Fiden wichtige Arealentwicklungen weiter vorangetrieben.
- Die Bahnhofplätze in Gossau und Wittenbach werden zu attraktiven Verkehrsdrehscheiben und Eingangstoren zu den Städten umgebaut.
- Eine neue Parkierungsstrategie für Zentrums- und Agglomerationsgemeinden sorgt für mehr Effizienz im Verkehrssystem.
- Regionale Veloschnellverbindungen und eine Veloschnellroute St.Gallen-West schaffen attraktive Angebote für den Alltags-Veloverkehr.

Drei neue Gemeinden
Besonders erfreut zeigt sich Thomas Scheitlin, Vorsitzender des AGGLO-Lenkungsausschusses darüber, dass sich drei weitere Gemeinden – Berg SG, Untereggen und Eggersriet – für einen Beitritt zur AGGLO St.Gallen-Bodensee entschieden haben: «Damit wird die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus weiter gestärkt.»
Insgesamt zählen nun 31 Gemeinden in drei Kantonen zur Agglomeration St.Gallen-Bodensee.

Die Unterlagen zur Vernehmlassung (Haupt- sowie Massnahmenbericht) der 4. Generation finden Sie auf http://www.regio-stgallen.ch/download.html


Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Tobias Winiger, Projektleiter Agglomerationsprogramm, AGGLO St. Gallen-Bodensee
Tel. 071 227 40 73

90

Über 90 Massnahmen werden mit dem Agglomerationsprogramm der 3. Generation dem Bund zur Mitfinanzierung eingereicht.

130 Mio

Der Bund beteiligt sich in der 3. Generation mit rund 130 Millionen Franken an geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten in der Agglomeration St.Gallen - Bodensee.

9

Das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee zählt schweizweit zu den besten und erzielte als einziges 9 Wirkungspunkte im Bundesranking.

40%

Der Bund beteiligt sich mit 40% an den Baukosten der Massnahmen des Agglomerationsprogramms St.Gallen – Bodensee der 1. und 2. Generation.

Kontakt

Agglo St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Tobias Winiger

Projektleiter Aggloprogramm
071 227 40 73
tobias.winiger@remove-this.regio-stgallen.ch  

Nach dem Geographie-Studium an der Universität Zürich war Tobias Winiger beim Kanton Bern in den Bereichen Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagement tätig, daraufhin arbeitete er in einem privaten Raumplanungsbüro in den Bereichen Richt- und Sondernutzungsplanung.

Clever mobil in der Region

In enger Zusammenarbeit von Gemeinden, Region und Kantonen werden über 500 Fuss- und Velo-Projekte umgesetzt. Das Netz wird deutlich verbessert und die Region damit zur attraktiven Veloregion.

Frei- und Grünräume

Die Übergänge von Siedlung zu offener Landschaft sind wichtige Naherholungsräume. Ausgewählte Gebiete werden, in Abstimmung mit landwirtschaftlichen Nutzungen, gezielt attraktiv gestaltet und zugänglich gemacht.

Verkehrsmanagement

Das Strassennetz im Raum St. Gallen ist heute sehr stark belastet. Zu Spitzenzeiten bleiben Autos und der öV im Stau stecken. In Zukunft wird sich die Situation gar noch verschärfen, denn bis zur Realisierung von grösseren Infrastrukturausbauten wird es noch rund 15 bis 20 Jahre dauern. Ein gezieltes Verkehrsmanagement sorgt bis zu diesem Zeitpunkt für das Funktionieren des gesamten Systems und setzt auf rasch realisierbare Massnahmen.