26.09.2019 | Parlament beschliesst Freigabe von 130 Mio. Franken für das Agglomerationsprogramm

In der Herbstsession haben National- und Ständerat die Freigabe der Mittel für das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee der 3. Generation beschlossen. Gesamthaft wird sich der Bund mit rund 130 Millionen Franken an den geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten im Umfang von 380 Millionen beteiligen. Für zahlreiche Massnahmen in den 27 Agglomerationsgemeinden der drei Kantone AR, SG und TG bedeutet dies nun der Startschuss für die Umsetzung zwischen 2019 und 2023. Zu den wichtigsten Massnahmen zählen der Bahnhofplatz und Bushof Herisau, ein umfassendes Massnahmenpaket für den Fuss- und Veloverkehr, die Elektrifizierung der Buslinie Abtwil-St.Gallen-Wittenbach und der Autobahnzubringer Witen in Rorschach.

 Die Trägerschaft des Agglomerationsprogramms – bestehend aus den Kantonen AR, SG und TG und den 27 Agglomerationsgemeinden – reichte im Dezember 2016 das Programm der 3. Generation (Periode 2019-2023) beim Bund zur Prüfung ein. Nun hat das Parlament die Freigabe der Mittel aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds beschlossen. Die Massnahmen mit Gesamtkosten von 380 Mio. Franken werden vom Bund mit rund 130 Mio. Franken mitfinanziert. Dieser Beschluss bildet damit den Startschuss für die Umsetzung der ersten Projekte.

Grünes Licht für über 250 Massnahmen
Über 250 Massnahmen umfasst das Agglomerationsprogramm der 3. Generation. Zu den Bedeutendsten zählen:
- die Aufwertung der Bahnhöfe Herisau, Amriswil, Flawil und Romanshorn.
- ein umfassendes Massnahmenpaket für den Fuss- und Veloverkehr, z.B. neue Velo-Passerellen über die Steinachstrasse und über das Gleisfeld beim Bahnhof Bruggen in St.Gallen, die neue Gleisquerung in Romanshorn, die Optimierung des Bodenseeradweges und über hundert kleinere, aber wichtige Massnahmen in der gesamten Agglomeration.
- die Elektrifizierung der Buslinie Abtwil-Wittenbach
 - und der Autobahnzubringer Witen in Rorschach.

Schweizweit höchste Bewertung
Das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee erreicht in der Prüfung die im schweizweiten Vergleich höchste Anzahl von 9 Wirkungspunkten. Dadurch profitiert die Region von einem Mitfinanzierungsanteil von 35 Prozent. Das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee gehört damit zu einem der erfolgreichsten Programme schweizweit. Für Thomas Scheitlin, Stadtpräsident St.Gallen und Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Agglomerationsprogramms, ist der Erfolg des Agglomerationsprogrammes der sehr guten Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus zu verdanken. „Dass nun alle von der Agglomeration im A-Horizont vorgeschlagenen Massnahmen als solche anerkannt wurden, ist die Krönung des Erfolgs. Das Agglomerationsprogramm der 3. Generation hat somit sein grösstmögliches Potenzial ausgeschöpft.“

Gelungene Integration von fünf neuen Gemeinden
In der 3. Generation gehören neu auch die Gemeinden Amriswil, Hefenhofen, Romanshorn, Salmsach und Uttwil zum Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee. Mit dem Bushof Amriswil, der Gleisquerung Romanshorn und einem grösseren Massnahmenpaket für den Fuss- und Veloverkehr hat der Bund auch wichtige Projekte in diesen neuen Agglomerations-Gemeinden in den A-Horizont aufgenommen und damit eine Mitfinanzierung in Aussicht gestellt.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Gesamtprogramm: Rolf Geiger, Geschäftsleiter, AGGLO St. Gallen - Bodensee: Tel. 071 227 40 71
Kanton AR: Dölf Biasotto, Regierungsrat AR, Departement Bau und Volkswirtschaft: Tel. 071 353 66 13 Kanton TG: Simone Hicks, Projektleiterin Agglomerationsprogramme, Amt für Raumentwicklung: Tel. 058 345 62 64
Kanton SG: Jesse Mägli, Projektleiter Agglomerationsprogramme, Amt für Raumentwicklung und Geoinformation: Tel. 058 229 31 53

Den Prüfbericht des Bundes und die Dokumente zum Agglomerationsprogramm 3. Generation (Hauptbericht, Massnahmenbericht und Anhänge) finden Sie hier: www.regio-stgallen.ch/download 

Einen Kurzfilm „Was ist ein Agglomerationsprogramm?“ finden Sie hier: www.regio-stgallen.ch/agglomerationsprogramm 

 

 

90

Über 90 Massnahmen werden mit dem Agglomerationsprogramm der 3. Generation dem Bund zur Mitfinanzierung eingereicht.

130 Mio

Der Bund beteiligt sich in der 3. Generation mit rund 130 Millionen Franken an geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten in der Agglomeration St.Gallen - Bodensee.

9

Das Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee zählt schweizweit zu den besten und erzielte als einziges 9 Wirkungspunkte im Bundesranking.

40%

Der Bund beteiligt sich mit 40% an den Baukosten der Massnahmen des Agglomerationsprogramms St.Gallen – Bodensee der 1. und 2. Generation.

Kontakt

Agglo St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Tobias Winiger

Projektleiter Aggloprogramm
071 227 40 73
tobias.winiger@remove-this.regio-stgallen.ch  

Nach dem Geographie-Studium an der Universität Zürich war Tobias Winiger beim Kanton Bern in den Bereichen Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagement tätig, daraufhin arbeitete er in einem privaten Raumplanungsbüro in den Bereichen Richt- und Sondernutzungsplanung.

Schwachstellen & Massnahmen

In enger Zusammenarbeit von Gemeinden, Region und Kantonen werden von 2015 bis 2018 rund 270 Fuss- und Velo-Projekte umgesetzt. Das Netz wird deutlich verbessert und die Region damit zur attraktiven Veloregion.

Frei- und Grünräume

Die Übergänge von Siedlung zu offener Landschaft sind wichtige Naherholungsräume. Ausgewählte Gebiete werden, in Abstimmung mit landwirtschaftlichen Nutzungen, gezielt attraktiv gestaltet und zugänglich gemacht.

Verkehrsmanagement

Das Strassennetz im Raum St. Gallen ist heute sehr stark belastet. Zu Spitzenzeiten bleiben Autos und der öV im Stau stecken. In Zukunft wird sich die Situation gar noch verschärfen, denn bis zur Realisierung von grösseren Infrastrukturausbauten wird es noch rund 15 bis 20 Jahre dauern. Ein gezieltes Verkehrsmanagement sorgt bis zu diesem Zeitpunkt für das Funktionieren des gesamten Systems und setzt auf rasch realisierbare Massnahmen.