Tobelwelt Sitter

Für die Bevölkerung zugänglich machen
Die Flusslandschaft der Sitter mit ihren angrenzenden Hügeln in den Gemeinden Gaiserwald, Wittenbach und der Stadt St.Gallen ist eine schweizweite Besonderheit. Das Gebiet wird geprägt durch tief eingeschnittene Fliessgewässer und Flussabschnitte, die sich durch die angrenzenden Wälder schlängeln. Burgen, Brücken, Mühlen oder Industriebauten sind Zeugen vergangener Nutzungen. Auch eine hohe Vielfalt an Lebensräumen für Tiere und Pflanzen findet sich dort. Um diese bedeutungsvollen Natur-, Kultur- und Landschaftswerte weiter aufzuwerten und für die Bevölkerung zugänglich zu machen, hat die AGGLO das Projekt «Tobelwelt Sitter» im Rahmen des Agglomerationsprogrammes initiiert.

Zukunftsbild mit Rücksicht auf alle
In einem partizipativen Prozess wurde ein Zukunftsbild entwickelt. Der Beteiligungsprozess war nicht nur Mittel zum Zweck, sondern sollte auch die verschiedenen Interessen und Nutzungskonflikte sichtbar machen, um dann gemeinsam die besten Lösungen zu finden. An zwei Workshops diskutierten Personen aus der Politik und Verwaltung mit Vertretern von Naturschutzorganisationen, des Naturmuseums sowie Historischen und Völkerkundemuseums, mit Landwirten und den Ortsbürgern St. Gallen. Experteninputs lieferten die Grundlage.

Massnahmen in drei Teilprojekten
Einigkeit herrschte darin, dass die Tobelwelt Sitter hervorragende Möglichkeiten für siedlungsnahe Erholung bietet. Sowohl das Naturerlebnis als auch der Blick in die Entstehungs- und Kulturgeschichte der Landschaft eignen sich für eine attraktive Umweltbildung. Auch für die heimische Tier- und Pflanzenwelt hat das Gebiet eine wichtige Bedeutung. Deshalb soll sich der Raum auch zukünftig durch eine gesunde Mischung aus Rückzugsräumen für Flora und Fauna, Kulturland und Erlebnisraum auszeichnen. Im Prozess wurden drei Strategiefelder definiert: Kulturlandschaft und -bauten, Natur sowie Erlebnis. Anhand dieser drei Strategiefelder kristallisierten sich drei Teilprojekte heraus, die seit 2019 vorangetrieben werden: Wegenetz, Natur und Landschaftswerte, Erlebnis und Vermittlung.

Modellvorhaben nachhaltige Raumentwicklung
Im Jahr 2019 suchte der Bund im Rahmen der Ausschreibung «Modellvorhaben nachhaltige Raumentwicklung» innovative Projekte mit neuen Ansätzen und Methoden. Gemeinsam mit PUSCH – Praktischer Umweltschutz wurde die Projektidee «Tobelwelt Sitter für alle» beim Bund eingereicht. Ziel des Projektes ist, dass die Landschaftsnutzenden zusammen mit den Landschaftsproduzenten freiwillige Arbeitseinsätze in Gebieten durchführen. Durch diese aktive Einbindung wird die Identifikation und das Verständnis für die Thematik «Landschaft» gefördert. Das Projekt wurde als eines von 31 Projekten im Themenschwerpunkt «Landschaft ist mehr wert» ausgewählt und erhält finanzielle Unterstützung durch den Bund. Die Umsetzung ist 2020 gestartet und dauert bis 2024.

Jubiläums-Ausstellung


Kontakt

AGGLO St.Gallen-Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Jasmin Kaufmann
Projektleiterin Regionalentwicklung
071 227 40 72
jasmin.kaufmann@regio-stgallen.ch 

Clever mobil in der Region

In enger Zusammenarbeit von Gemeinden, Region und Kantonen werden über 500 Fuss- und Velo-Projekte umgesetzt. Das Netz wird deutlich verbessert und die Region damit zur attraktiven Veloregion.

Frei- und Grünräume

Die Übergänge von Siedlung zu offener Landschaft sind wichtige Naherholungsräume. Ausgewählte Gebiete werden, in Abstimmung mit landwirtschaftlichen Nutzungen, gezielt attraktiv gestaltet und zugänglich gemacht.

Verkehrsmanagement

Das Strassennetz im Raum St. Gallen ist heute sehr stark belastet. Zu Spitzenzeiten bleiben Autos und der öV im Stau stecken. In Zukunft wird sich die Situation gar noch verschärfen, denn bis zur Realisierung von grösseren Infrastrukturausbauten wird es noch rund 15 bis 20 Jahre dauern. Ein gezieltes Verkehrsmanagement sorgt bis zu diesem Zeitpunkt für das Funktionieren des gesamten Systems und setzt auf rasch realisierbare Massnahmen.