02.04.2015 | Projekt Metropolitanregion: Weitermachen trotz negativem Signal

Die Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee bedauert den negativen Entscheid der Thurgauer Regierung zur Idee der Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee. Das Projekt muss trotzdem weiter konkretisiert und entschieden vorangetrieben werden. Dies ist nicht nur für die Durchsetzung von Ostschweizer Interessen in Bundesbern zentral. Eine gemeinsame Identität und ein gemeinsamer Auftritt stärken den potenten Wirtschaftsraum von innen heraus und ermöglichen so einen kraftvollen Auftritt nach aussen.

Auf Anfrage des Kantons St.Gallen wurde der Regierungsrat des Kantons Thurgau ersucht, sich zur Gründung eines Metropolitanraums St.Gallen-Bodensee zu äussern. In seiner Antwort lehnt der Thurgauer Regierungsrat eine Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee ab. Er sieht darin keinen Mehrwert und erachtet es als wichtiger, bestehende Organisationen auszubauen als neue ins Leben zu rufen.

Konturen einer Metropolitanregion schärfen
Die Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee bedauert, dass vom Kanton Thurgau zu diesem frühen Zeitpunkt ein negatives Signal kommt. „Unser Ziel ist eine Stärkung der Landes- und Kantonsgrenzen überschreitenden Zusammenarbeit in strategischen Bereichen. Mit einem Metropolitanraum St.Gallen-Bodensee soll eine effiziente Zusammenarbeitsform gefunden werden, ohne bestehende gut funktionierende Organisationen zu schwächen.“, betont Rolf Geiger, Geschäftsleiter der Region. Klar ist für ihn auch, dass die inhaltlichen und organisatorischen Konturen einer Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee in einem nächsten Schritt noch geschärft werden müssen. Stephan Tobler, Gemeindeammann von Egnach, ergänzt: „Die Thurgauer Regierung verpasst eine Chance, die Entwicklung der Ostschweiz voranzutreiben. Vielleicht muss dem Thurgauer Regierungsrat der Vorteil für die Ostschweiz noch besser aufgezeigt werden.“

Vernetzung über verschiedene Metropolitanräume hinweg stärkt Ostschweiz als Ganzes
Die Ausrichtung von Teilen der Kantone St.Gallen und Thurgau auf verschiedene grössere Metropolitanräume, wie z.B. der Regionen Frauenfeld oder Zürichsee-Linth auf Zürich und der Region Oberthurgau oder Rheintal auf St.Gallen entspricht dem Wesen von funktionalen Räumen, welche unabhängig von politischen Grenzen eine gelebte Realität darstellen. Dazu Andreas Balg, Stadtammann von Arbon: „Ich sehe darin weniger eine Gefahr für die einzelnen Kantone als eine Chance für die Stärkung der Ostschweizer Kantone als Ganzes“.

Die Ostschweiz von Innen stärken
Die Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee ist überzeugt, dass die Realisierung einer Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee für die Durchsetzung von Ostschweizer Interessen in Bundesbern zentral ist und vorangetrieben werden muss. Thomas Scheitlin, Präsident der Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee, ist überzeugt: „Mit dem Auftritt als gemeinsamer Wirtschaftsraum erhöhen wir die Wahrnehmung und damit auch die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte“.

Auskünfte:
Thomas Scheitlin, Präsident Region Appenzell AR - St. Gallen – Bodensee, 071 224 53 20
Stephan Tobler, Präsident Regionalplanungsgruppe Oberthurgau, 071 474 77 69, 079 620 79 47
Andreas Balg, Stadtpräsident Arbon, Vorstandsmitglied Region Appenzell AR - St. Gallen – Bodensee, 071 447 61 14
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee, 079 547 54 61