05.11.2014 | RegioBenchmark: Nebenzentren als stille Sieger

Auf 100 Einwohner kommen in der Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee rund 50 Arbeitsplätze. Dies entspricht einem schweizweit sehr hohen Wert. Zusammen mit weiteren Kernaussagen bestätigt damit der RegioBenchmark die Positionierung der Region als Wirtschaftsregion.

Alle 2 Jahre veröffentlicht die Geschäftsstelle der Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee den RegioBenchmark. Dieser zeigt anhand von 15 Indikatoren zu den Themenbereichen Bevölkerung und Einkommen, Wirtschaftsleistung sowie Arbeitsplätze und Arbeitslosigkeit Zahlen und Fakten zur regionalen Entwicklung. Auffällig für Rolf Geiger, Geschäftsführer der Region AR-St. Gallen-Bodensee, ist in diesem Jahr: „Vor allem die Nebenzentren haben in den Bereichen „Bevölkerungsentwicklung“ und „neu entstandene Arbeitsplätze in neuen Unternehmen“ stark aufgeholt und ihre Position verbessert. Damit stärken sie den Wirtschaftsraum.“

Überdurchschnittliche Beschäftigungsdichte in der Region
Gemäss dem RegioBenchmark arbeiten knapp 89% der Beschäftigten der Region in der Agglomeration, während 11% einer Tätigkeit im ländlichen Raum nachgehen. Dabei sticht besonders die Stadt St.Gallen mit einer Beschäftigungsdichte von über 70% hervor, auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner fallen also 70 Arbeitsplätze. Aber auch ländliche Gemeinden wie Heiden, Walzenhausen oder Trogen bieten eine beachtliche Anzahl Arbeitsplätze im Verhältnis zur Wohnbevölkerung an. Insgesamt liegt der Wert der Beschäftigten pro Einwohner in der Region über dem Durchschnittswert der Schweiz. Dies ist sehr erfreulich, denn eine hohe Beschäftigungsdichte ist ein Indiz für einen florierenden Arbeitsmarkt.

Städte holen weiter auf
Die Wirtschaftsregion entwickelt sich dynamisch. Auch bezüglich neu entstandener Arbeitsplätze in neuen Unternehmen haben die Nebenzentren und die Gemeinden der restlichen Agglomeration gegenüber der Stadt St. Gallen stark aufgeholt. Dasselbe Bild zeigt sich bezüglich Bevölkerungsentwicklung. Auch hier wachsen die Nebenzentren seit 2010 stärker als die Stadt St.Gallen. Das stärkste Bevölkerungswachstum zwischen 2000 und 2012 lässt sich allerdings in der Rest Agglomeration beobachten. So wuchsen zum Beispiel die beiden Gemeinden Tübach und Uttwil über 10 Jahren hinweg stark überdurchschnittlich. Weiter fallen Amriswil, Romanshorn und Wittenbach mit überdurchschnittlichem Wachstum zwischen 2007 und 2012 auf. Zudem wächst der periurbane ländliche Raum wieder, im Vergleich zu den anderen Raumtypen jedoch unterdurchschnittlich.

Tiefe Arbeitslosenquote, rückläufiger Übernachtungstourismus
Während die Arbeitslosenquote erfreulicherweise in der Region - wie bereits in den letzten 10 Jahren - unter dem schweizweiten Wert liegt, zeigt der RegioBenchmark auch Entwicklungspotential auf. So übernachten weiterhin unterdurchschnittlich viele Touristen in der Region.

 

> RegioBenchmark

 

Hinweis an die Redaktion
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee, 071 227 40 71

 

 

Raumtypen:

Stadt St.Gallen, Nebenzentren, Rest Agglomeration, Periurbaner ländlicher Raum

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick zu welchem Raumtyp die einzelnen Gemeinden der Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee gehören.

Stadt St.Gallen
St.Gallen

Gemeinden der Nebenzentren
Amriswil, Arbon, Goldach, Gossau, Herisau, Romanshorn, Rorschach, Rorschacherberg, Salmsach, Steinach

Gemeinden der Rest Agglomeration
Andwil, Flawil, Gaiserwald, Hefenhofen, Horn, Lutzenberg, Mörschwil, Rheineck, Roggwil, Speicher, Teufen, Thal, Tübach, Uttwil, Waldstatt, Wittenbach

Gemeinden des periurbanen ländlichen Raums
Berg SG, Bühler, Degersheim, Eggersriet, Egnach, Gais, Grub (AR), Häggenschwil, Heiden, Hundwil, Muolen, Niederbüren, Oberbüren, Rehetobel, Reute (AR)1, Trogen, Untereggen, Schönengrund, Schwellbrunn, Stein (AR), Urnäsch, Wald (AR)1, Waldkirch, Walzenhausen, Wolfhalden1

1 Gemeinden sind nicht Mitglied der Region Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee