10.01.2012 | Die Region entwickelt Dynamik

Kleines Jubiläum einer Erfolgsgeschichte, in der das Jahr 2012 zu einem Meilensteinwird: Seit dem ersten Standortforum vor fünf Jahren arbeiten Wirtschaft und Politik inder Region Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee intensiver zusammen. 2012 werdenneue Massstäbe gesetzt: mit dem zweiten öffentlichen Standortforum und dem zweitenAgglomerationsprogramm.

Das gemeinsame Engagement von Wirtschaft und Politik für die Positionierung der Region Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee habe eine ganz neue Dynamik entwickelt, freut sichder St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin, der Präsident des Leitungsgremiums der Region ist. Scheitlin präsidiert auch die Vereinigung der Gemeinden, die zusammen mit der Interessengemeinschaft Standortmanagement (IGSG) auf Seiten der Wirtschaft die Geschickeder Region lenkt. Martin Huser, Präsident der IGSG und Mitglied der Direktion der Helvetia Versicherungen: «Zusammen mit den politischen Verantwortungsträgern konnten wir die gesetzten Ziele mehr als erreichen. Mit dem Schulterschluss haben wir der Region neue Perspektiven eröffnet.»

Strategie umsetzen
Huser und Scheitlin sind nun auf den ersten Meilenstein im Jahr 2012 gespannt – das zweite Standortforum vom 26. Januar in St.Gallen, an dem sich jedermann mit Projektideeneinbringen kann – Scheitlin: «Wir suchen Mitstreiter, die bereit sind, die Strategie mit unsumzusetzen.» Er ist sehr zufrieden mit den Ideen, die bereits im Internet generiert wurden:«Mit der speziellen Crowdsourcing-Methode der Fachhochschule St.Gallen sind wir aufschnellstem Weg zu 88 Ideen gekommen und konnten damit die Internetgeneration – unsere Zukunft – einbinden.» Diese kreative Stimmung soll am Standortforum weitergeführt werden. Huser empfiehlt Firmenverantwortlichen, zusammen mit Lernenden das Standortforum zubesuchen: «Davon verspreche ich mir weitere unkonventionelle Vorschläge.» Scheitlin weissbereits von zwei Mittelschulklassen aus Trogen und St. Gallen, die angemeldet sind. Auf derbereits langen Teilnehmerliste wünschte er sich noch etwas mehr Menschen, die erst in den2/3letzten zwei bis drei Jahren neu in die Region zugezogen sind: «Sie haben immer noch einengewissen Aussenblick, der besonders wertvoll ist.»

Konkrete Ergebnisse
Das zweite Standortforum belege, dass es bei der Entwicklung der Region nicht bei schönen Worten und Konzepten geblieben sei – im Gegenteil, doppelt Scheitlin nach: «Die Entwicklungvon St.Gallen West/Gossau Ost wird bereits konkret vorangetrieben, und auch andere Standorte können mit geeigneten Investoren rasch entwickelt werden – zum Beispiel der St.Galler Güterbahnhof.» Martin Huser nennt zudem das zweite Agglomerationsprogramm, dasnoch diesen Sommer eingereicht werden soll: «Es hat eine klare Ausrichtung und baut aufdem Portrait mit dem Zukunftsbild unserer Region.» Er betont, dass gerade die übergeordnete Anbindung an umliegende Wirtschaftszentren wie Zürich, München und Stuttgart, aber auchan den Raum Konstanz und Vorarlberg von grosser Bedeutung sei. Entscheidend sei zudemdie Vernetzung innerhalb der Region, sagt Scheitlin: «Jede Gemeinde soll sich ihren Stärkenentsprechend entwickeln können. Wir sind alle voneinander abhängig.»

«Leuchttürme» vorantreiben
Er nennt die drei «Leuchttürme», die sich optimal ergänzten und im Zukunftsbild der Regionklar festgehalten sind: das Wirtschaftszentrum St. Gallen, der Stadtraum Bodensee und dieKultur- und Naturlandschaft Appenzellerland. Zwar sei die Stadt nach wie vor derWirtschaftsmotor, doch sehe er die Stärken eng mit der Region vernetzt, denn: «Städte derZukunft sind nicht eine Frage der Lage sondern des Netzwerks. Das Standortforum hilft, dieKräfte weiter zu bündeln, die den Standort und die drei Leuchttürme effektiv vorantreiben.»