16.01.2012 | Arbon als pulsierendes Regionalzentrum

«In nur 15 Minuten bin ich mit dem Auto in St.Gallen. Das ist für mich Downtown. UndArbon entwickelt sich daneben zu einem pulsierenden Regionalzentrum.» Der ArbonerStadtammann Martin Klöti zeichnet seine Vision der Region Appenzell AR – St. Gallen –Bodensee und fordert dazu auf, Ideen einzubringen: Am Standortforum in St. Gallenbietet sich dazu eine einmalige Gelegenheit.

Martin Klöti ist in seinem Element, wenn er an das Agglomerationsprogramm innerhalb derRegion Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee denkt, das grosses Entwicklungspotenzial fürArbon bedeute. Er sei denn auch höchst zufrieden, wie man sich als Thurgauer Gemeinde inder interkantonalen Region einbringen könne, zumal Arbon sehr nach St. Gallen orientiert sei:«Ursprünglich war nur von einem Agglomerationsprogramm St.Gallen-Rorschach die Rede.Heute setzen wir Massnahmen für das Agglomerationsprogramm St.Gallen / Arbon-Rorschach um. Das ist ein Glücksfall und ein Musterbeispiel.» Das zeitgemässe MobilitätsundRegionalentwicklungskonzept trage dazu bei, dass Arbon «in einer anderen Liga spielenwird, was die Lebensqualität anbetrifft».

Am weitesten fortgeschritten
Die Oberthurgauer Stadt hat sich bereits beim ersten Agglomerationsprogramm (2011-2014)stark eingebracht und seither bedeutende Schritte gemacht, die zur erfolgreichen Entwicklungder ganzen Region über die Kantonsgrenzen hinaus beitragen. Vergleicht man denProjektstand anderer Massnahmen aus dem ersten Agglomerationsprogramm, ist man inArbon laut Klöti mit den Arbeiten am weitesten fortgeschritten: Die neue Stadtmitte nimmtmehr und mehr konkrete Formen an, und Klöti freut sich, dass die Gemeinde dank demAgglomerationsprogramm 17 Millionen Franken vom Bund erhält.

Schnellere Verbindung nach St.Gallen
Die ganze Stadtplanung mit dem Schlüsselprojekt der neuen Linienführung derKantonsstrasse, so Klöti, «denkt in der Agglomeration». Das heisse, dass das2/3Wirtschaftszentrum St. Gallen entlastet, die Regionalzentren und der öffentliche Verkehrgefördert werden. Arbon erhalte damit als Regionalzentrum mehr Gewicht und werdegleichzeitig entlastet. Er nennt als Beispiel etwa das Konzept für den öffentlichen Verkehr, das2013 mit einem neuen Schnellbus nach St. Gallen, besseren Regionalbusverbindungen unddem neuen Ortsbusnetz umgesetzt werden soll. Und bereits weibelt Klöti für die nächstenMeilensteine, zum Beispiel für die Einführung einer direkten Zugsverbindung nach St. Gallen.

Einer der attraktivsten Standorte
Gleichzeitig treibt er mit aller Kraft die Entwicklung des Areals «Saurer WerkZwei und Hamel»voran. Das Gelände wurde als eines der neun attraktivsten Wirtschaftsstandorte mitEntwicklungspotenzial in das Standortportfolio der Region Appenzell AR – St. Gallen –Bodensee aufgenommen. Klöti erwähnt dazu, dass bereits die RegionalplanungsgruppeOberthurgau mit ihrem früheren nationalen Modellvorhaben zur Vermarktung vonIndustriebrachen wertvolle Pionierarbeit geleistet habe. Das Standortportfolio sei Ausdruckdes Zusammenspiels von Wirtschaft und öffentlicher Hand. Es zeige, dass die Chancenbesser stehen, Investoren zu gewinnen und wegweisende Projekte zu realisieren, wenn diePolitik ihre Arbeit gut mache und gute Rahmenbedingungen schaffe. Die Zentrumsüberbauung «Rosengarten» mit neuer Migros-Filiale, viel Wohnraum und 190Tiefgaragen-Parkplätzen sei ein gutes Beispiel, wie man mit zielgerichteter Planung eineklassische Industriebrache zu neuer Blüte bringen könne. Zu den guten Rahmenbedingungengehöre die gleichzeitige und rasche Realisierung der Bodensee-Thurtal-Strasse und der Oberlandstrasse, weil für die Region St.Gallen die Verbindung nach Kreuzlingen undKonstanz eine wichtige strategische Bedeutung habe.

Gute Vernetzung über Grenzen hinaus
Klöti ist überzeugt, dass die gute Vernetzung über die Kantonsgrenzen hinaus ein Erfolgsfaktor bei der Erarbeitung des Agglomerationsprogramms sei. Er sei zwar der einzige Thurgauer im Vorstand beider Trägervereinigungen der Region, bekomme aber eine starke Stimme: einerseits in der Vereinigung der Gemeinden und andererseits in der Interessengemeinschaft Standortmanagement. Die Vernetzung könne mit dem Standortforumvom 26. Januar noch weiter vorangetrieben werden. Klöti erwartet, dass auch einige Arbonerihre Ideen einbringen und ihn unterstützen werden, auch wenn das Forum in St.Gallenstattfindet.