20.08.2012 | BIGNIK: Das Sammeln und Nähen geht weiter – erste Teilauslegung im September

Heute und am Mittwoch, 22. August, wird die zweite öffentliche Nähwerkstatt vor dem St.Galler Rathaus installiert. An sechs Nähtischen wird von morgens um 10 Uhr bisabends um 22 Uhr fleissig an neuen Tuchmodulen für das Riesenpicknicktuch der Region weiter genäht. Die Spannung für die erste „Teilauslegung“ der genähten Tuchmodule im September steigt. Die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee und die Riklins appellieren weiterhin zur Tuchspende, da der über 100-köpfige Nähstabunbedingt Stoff braucht. Hierfür sind ab sofort acht neue Sammelstellen in der Region aktiv. In der Stadt St.Gallen ist es weiterhin das Rathaus.

Wie vor den Sommerferien angekündigt, geht das Sammeln und Nähen unaufhörlich weiter. Bis jetzt wurden 9‘245 von 252‘140 Tüchern gesammelt. Weitere 242‘895 Tücher sind gesucht, um der BIGNIK-Vision mit den rund 100 Fussballfeldern näher zu kommen.

BIGNIK-Fieber nutzen
„Die erste Tuchjagd war sehr erfolgreich. Die Basis ist gelegt. Jetzt hoffen wir auf viele Tuchspenderinnen und Tuchspender aus unserer Region, die die Begeisterung für die BIGNIK-Idee mit uns teilen, aber bis zu diesem Zeitpunkt noch weit davon entfernt waren,selbst aktiv zu werden. Wenn jeder nur 10 Minuten investiert, um im eigenen Keller oderEstrich nach Tüchern zu suchen, dann wird die Vision real“, so die Riklins vom Atelier für Sonderaufgaben. BIGNIK ist ein Prozess und versucht, möglichst viele Menschen unserer Region einzubinden und zu begeistern. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der 44 Gemeinden soll gestärkt werden.

Identifikation für die Vision wächst
Mit dem Änderungsatelier RUKKA AG für Freizeit- und Arbeitsbekleidungen aus Tübach hatten wir einen Partner aus der Wirtschaft gefunden, der seit Mitte Juli unentgeltlich anTuchmodulen näht. Das beweist, dass die Identifikation für das Projekt auch die Wirtschafterreicht hat – nicht nur die Bevölkerung. Ein anderes Beispiel ist die Gemeindeverwaltung Schönengrund: Letzte Woche beschloss der Gemeinderat einstimmig, die 40-jährigen roten Vorhänge im Sitzungszimmer der Verwaltung abzuhängen und für das BIGNIK-Tuch zur Verfügung zu stellen. Nicht zuletzt gibt es für BIGNIK auch Unterstützung aus dem Bildungsbereich: Letzten Freitag vernähte eine Schulklasse der Mädchen-Flade in St.Gallen 11 Tuchmodule.

Erste Teilauslegung im September
Zurzeit läuft die intensive Suche nach einem möglichen Ort für die Auslegung der bishergenähten Tuchmodule. Der Ort ist noch nicht bekannt. Statt finden soll die Teilauslegung inder letzten Septemberwoche. Erste Gespräche mit Gemeinden, Bauern und Privatgrundbesitzern laufen auf Hochtouren. Ziel der ersten Teilauslegung ist, erste visuelle und physische Eindrücke zum Charakter des Tuches und dessen Auslegesystematik zubekommen. Rolf Geiger, Geschäftsführer der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee unterstreicht: „Es ist uns ein Anliegen, der Bevölkerung zu zeigen, wie das Prinzip der Auslegung funktioniert. Viele Leute können sich bis anhin eher schlecht vorstellen, wie das Riesentuch überhaupt ausgelegt werden soll. Da die Tuchmodule handlich (7.84Quadratmeter/ Modul) und mit Klettverschlüssen an den Ecken versehen sind, kann man Häuser, Bäume, Strassen und Wege ohne weiteres aussparen.“

Heute und Mittwoch, 22. August, findet die zweite öffentliche Nähwerkstatt statt. Wiederum vor dem St.Galler Rathaus. Interessierte Näherinnen und Näher können sich weiterhin melden unter 071 222 10 90 oder www.bignik.ch. Ziel ist, dass dieNähmaschinen pausenlos rattern.