27.02.2014 | Bund beteiligt sich an Verkehrsprojekten mit rund 80 Millionen, A1-Anschluss Witen rückt in greifbare Nähe

Erfolg des Agglomerationsprogramms St. Gallen / Arbon – Rorschach: Mit gut 80 Millionen Franken beteiligt sich der Bund an den geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten im Umfang von rund 200 Millionen. Damit profitieren Bevölkerung und Wirtschaft voneinem spürbar verbesserten Verkehrssystem in der Region. Für zahlreiche Massnahmen in den 22 Agglomerationsgemeinden der drei Kantone gibt der Bund die Mitfinanzierungab 2015 frei, weitere wichtige Freigaben wie der Autobahnanschluss Witen in Rorschach folgen ab 2019. Der Bundesrat hat die entsprechende Vorlage gestern dem eidgenössischen Parlament zur Genehmigung übergeben.

Auch mit dem Agglomerationsprogramm der 2. Generation ist die Region St.Gallen / Arbon –Rorschach erfolgreich. Ab 2015 realisiert werden die Massnahmen rund um die Bahnhöfe Rorschach, Goldach, St.Fiden, Winkeln und Arnegg sowie ein Gesamtpaket von Massnahmen zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs. Die Freigabe der Mitfinanzierung des neuen Autobahnanschlusses Witen mit Zubringer in Rorschach, des Bushofs und der Bahnhofzufahrt in Herisau und des Bahnhofplatzes in Flawil ist ab 2019 in Aussicht gestellt. Die im schweizweiten Vergleich überdurchschnittliche Beteiligung des Bundes verdankt die Region der erfolgreichen Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus. (vgl. beiliegende Listeder Massnahmen der höchsten Priorität „A“).

Bahnhof St.Fiden kommt sofort, Flawil und Herisau folgen ab 2019
Ohne Verzögerung können die Verbesserungen um den Bahnhof St.Fiden angegangen werden. Trotz anfänglicher Zurückstellung geniesst die Massnahme heute beim Bund höchste Priorität. Leider hat der Bundesrat aber den Bahnhöfen Flawil und Herisau die höchste Priorität versagt. Diese Projekte finden zwar Zustimmung, die Mitfinanzierung wird aber erst ab 2019 in Aussicht gestellt. Die Auswirkungen dieses Entscheids auf die weiteren Projektierungsschritte sind durch die Kantone bzw. Gemeinden noch zu erörtern.

Neuer A1-Anschluss Witen in Rorschach in greifbarer Nähe
Der Autobahnanschluss Witen mit Zubringer in Rorschach weist den schweizweit zweithöchsten Nutzen aller Strassenprojekte auf. Der Bund hat zwar jetzt seine Zustimmung zum neuen Anschlussbauwerk in Aussicht gestellt. Die finanziellen Mittel sollen aber ebenfalls erst mit dernächsten Finanzperiode, also ab 2019, freigegeben werden. Der gemeinsame Einsatz hat sich trotzdem gelohnt. Thomas Würth, Gemeindepräsident von Goldach und Vertreter der Seeregion im politischen Lenkungsausschuss des Agglomerationsprogramms ist denn auch überzeugt: „Damit hat das Projekt einen sehr wichtigen Meilenstein erreicht. Die Realisierungdes A1-Anschlusses Witen ist in greifbare Nähe gerückt“. Geschäftsleiter Rolf Geiger ergänzt: „Nach der positiven Einschätzung aus Bern ist nun die Akzeptanz in der Seeregion der Prüfstein für die Realisierung des Projekts. Gelingt es uns, die Reihen zu schliessen, werden wir im Rahmen des Agglomerationsprogramms der 3. Generation auch die Mitfinanzierung dieses wichtigen Projekts durch den Bund ins Trockene bringen können“.

Schweizweit höchste Bundesbeteiligung, Erfolg spornt an
Das Agglomerationsprogramm St.Gallen / Arbon - Rorschach wird vom Bund als wichtig eingestuft. Dadurch profitiert die Region von einem Mitfinanzierungsanteil von 40 Prozent. Keine andere Schweizer Agglomeration konnte einen höheren Anteil an Bundesmitteln erwirken. Ausschlaggebend dafür ist insbesondere auch der Schwerpunkt des Programms zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrsnetzes. Hier trägt der Bund Investitionen im Umfang von rund 115 Mio mit. Zum Beispiel in die Verbreiterung des Fuss- und Velowegs über die SBB Sitterbrücke,in einen Fuss-/Velosteg beim SOB-Viadukt in Herisau oder in mehrere Hundert kleine, aber für die Bevölkerung und die angesiedelten Unternehmen wichtige Massnahmen in der gesamten Agglomeration. Die Region wird aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Rolf Geiger will den Erfolg des vereinten,die Kantonsgrenzen überschreitenden Einsatzes der Region St.Gallen / Arbon-Rorschach fortschreiben. „Gelingt es uns, weiter unsere Kräfte zu bündeln, können weitere wichtige Infrastrukturprojekte im Rahmen des Agglomerationsprogramms der 3. Generation umgesetzt werden“.

3. Röhre Rosenbergtunnel in Pole-Position
Gestern hat der Bundesrat im Rahmen der zweiten Programmbotschaft zur Beseitigung der Engpässe im Nationalstrassennetz zudem auch aufgezeigt welche Erweiterungen des Netzes mit den verbleibenden beim Bund reservierten Mittel von gut 3 Milliarden Franken finanziert werden sollen. Die Finanzierung der 3. Röhre Rosenbergtunnel soll demnach im Rahmen dernächsten Programmbotschaft in voraussichtlich 4 Jahren verbindlich beschlossen werden.

Kontakt:
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Region Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee: Tel. 071 227 40 71