22.04.2022 | Neu gegründeter Verein setzt auf Coworking in Herisau

Der Verein «Coworking Space Herisauerei» verfolgt das Ziel, in Herisau einen Standort für die zeitgemässe Arbeitsform zu eröffnen und nachhaltig zu betreiben. Damit dieses Vorhaben gelingen kann, müssen nun die langfristige Finanzierung für den Betrieb gesichert und geeignete Räume gefunden werden. Das Projekt wurde von der REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee im Rahmen der Neuen Regionalpolitik initiiert.

Der Verein «Coworking Space Herisauerei» will in Herisau das gemeinsame, dezentral-flexible Arbeiten am Wohnort ermöglichen. Wer nicht jeden Tag pendeln möchte und im Homeoffice keine idealen Bedingungen vorfindet, kann sich im Coworking Space einmieten. Hier steht ein professionell ausgestatteter Arbeitsplatz zur Verfügung, eine inspirierende Umgebung und ein Netzwerk für den Austausch von Ideen über den eigenen Tellerrand hinweg, so die Vision des Vereinsvorstands mit Präsidentin Andrea Mathis, Peter Waldburger, Marco Forrer, Pascal Waldburger, Olivia Lüthi, Claudius Habisreutinger und Max Nadig. «Wir möchten mit dem Coworking Space Innovation, Kreativität und Unternehmertum verbinden. Das ökonomische Arbeiten, das Netzwerken und die Vereinbarkeit liegen uns dabei sehr am Herzen», erläutert Andrea Mathis, Präsidentin des Vereins «Coworking Space Herisauerei».

Raumsuche und langfristige Finanzierung sichern

Das Potenzial eines Coworking Spaces hat die Gemeinde Herisau im vergangenen Jahr mit Unterstützung der REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass ein solches Angebot im Ort funktionieren kann. Seit Herbst 2021 hat sich eine Spurgruppe, bestehend aus interessierten Herisauerinnen und Herisauern, in die Prozessarbeit hineingegeben. «Es ist eindrücklich, wie die Involvierten keinen Aufwand scheuen und alles daran setzen, damit ein Betrieb eines Coworking Space in Herisau möglich wird. Hand in Hand greifen Kompetenzen, Enthusiasmus und Pionierarbeit und liessen den Verein keimen», freut sich Clarissa Zurwerra, Projektleiterin REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee, über die Dynamik im Prozess. Den Tatbeweis für einen lebendigen und nachhaltig funktionierenden Coworking Space will nun der Verein «Coworking Space Herisauerei» erbringen. Damit dies gelingen kann, müssen zunächst die Finanzierung für die Realisierung und den Betrieb gesichert und geeignete Räume gefunden werden. Auch materielle Unterstützung kann wesentlich zum Gelingen der «Herisauerei» beitragen. «Und letztlich steht und fällt das Projekt natürlich mit den Herisauerinnen und Herisauern, die diese neue Arbeitsform rege nutzen werden», sagt Andrea Mathis. Das nächste halbe Jahr werde zeigen, ob Herisau reif für einen Coworking Space sei, führt Mathis fort. Aktuell eruiert der Verein passende Räumlichkeiten in Herisau und sucht finanzielle Unterstützung. Interessenteninnen und Interessenten können sich unter www.herisauerei.ch melden.

Coworking-Pilote auch in Teufen und Trogen

Nebst Herisau wiesen in der letztjährig durchgeführten Potenzialanalyse auch die beiden Ausserrhoder Gemeinden Trogen und Teufen grosses Potential für einen nachhaltigen Betrieb von Coworking auf. In Teufen läuft mit der Spurgruppe der Aufbauprozess des Coworking-Pilots. Aktuell wird das Nutzungskonzept für eine konkrete Liegenschaft ausgearbeitet. Trogen ist bereits einen Schritt weiter – dort existiert schon heute ein Pilotbetrieb. Im Pestalozzidorf können acht Arbeitsplätze über die Webseite trogen.work flexibel gebucht werden. «Wie schnell Coworking auch in Herisau und Teufen möglich wird, hängt nicht nur von der Pionierarbeit des Vereins und der Spurgruppe ab, sondern auch von einem entsprechenden (Coworking)-Bedürfnis der Bevölkerung und der Unternehmen», führt Clarissa Zurwerra aus.

(Textbox) Neue Arbeitsmodelle im ländlichen Raum: Ein NRP-Projekt (Neue Regionalpolitik)

Die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee hat das Coworking-Projekt zur Stärkung von innovativen Wertschöpfungssystemen im ländlichen Raum ausgearbeitet und 2020 lanciert. Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) wird das Projekt in Form einer Prozessbegleitung (externe Beratung, Coaching) gefördert. Die Gesamtleitung des NRP-Projekts liegt bei der REGIO, der Bund und der Kanton Appenzell Ausserrhoden tragen die Prozessbegleitung finanziell mit. Neben den drei Standortgemeinden (Herisau, Teufen und Trogen) und der REGIO unterstützen auch die Steinegg Stiftung und die Metrohm Stiftung diese Prozessbegleitung in der Aufbauphase. Die Umsetzungspartnerin CommunityOffice begleitet die drei Pilotgemeinden im Aufbauprozess mit gezieltem Fachcoaching. So soll ein nachhaltiger Betrieb von Coworking Spaces im ländlichen Raum gelingen. «Die Vereinsgründung in Herisau ist ein toller Meilenstein und zeigt, dass die intensive und teils für die Öffentlichkeit nicht sichtbare Prozessarbeit nun greifbar wird und Früchte trägt», erläutert Clarissa Zurwerra.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Andrea Mathis, Präsidentin Verein Coworking Space «Herisauerei»
andrea@koller.team; 077 411 12 90; www.herisauerei.ch

Clarissa Zurwerra, Projektleiterin Regionalentwicklung REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee clarissa.zurwerra@regio-stgallen.ch; 071 227 40 75

https://www.swisstransfer.com/d/f51f525c-5961-40f6-8f7f-0242c6450411

«Ausschuss Wirtschaft»

Aus dem Verein WIRTSCHAFT wurde 2020 der «Ausschuss Wirtschaft». Das neue, nicht formell konstituierte Gefäss soll die politischen und wirtschaftlichen Interessen besser verknüpfen und damit die Region stärken. Doppelspurigkeiten werden vermieden und Strukturen vereinfacht.

Rückblick Ausschuss Wirtschaft (D. Ganz)

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Mit dem Projekt "Lattich" wird auf dem Güterbahnhofareal in St.Gallen eine Zwischennutzung initialisiert. Mit dem Ziel, längerfristig einen neuen Arbeits- und Lebensraum und ein Innovationsumfeld für die Kreativwirtschaft zu schaffen.

Wahrnehmungs- und Imagestudie Ostschweiz

Wie gut kennt die Schweiz die Ostschweiz? Die REGIO hat in Zusammenarbeit mit dem Markt‐ und Meinungsforschungsinstitut DemoSCOPE eine repräsentative Wahrnehmungs‐ und Imagestudie durchgeführt.

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