23.06.2019 | BIGNIK – Ein Dorf mit Tüchern ausgemalt

Heute hat die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee zum fünften BIGNIK eingeladen: Das jährlich wachsende Gemeinschaftswerk der Ostschweizer Bevölkerung, nach Idee und Konzept der Aktionskünstler Frank und Patrik Riklin, wurde dieses Jahr in Trogen ausgelegt. Vom Landsgemeindeplatz ausgehend wurden die Quartierstrassen mit den Tuchmodulen geflutet. Da die Wiese im Kinderdorf zu feucht für eine Auslegung war, wurde der Plan B durchgeführt: Asphaltierung statt Wieserung war das Motto. Insgesamt wurden rund 750 von bisher 3000 hergestellten Tuchmodulen von ungefähr 500 bis 800 BIGNIKerInnen ausgebreitet.

Dieses Wochenende meinte es Petrus gut mit den BIGNIKerinnen und BIGNIKer: Nachdem das BIGNIK letztes Jahr abgesagt werden musste, konnte die Tücherauslegung am heutigen Sonntag durchgeführt werden. Ab dem Mittag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, während etwa ein Viertel des Gesamtbestandes der Tuchmodule ausgelegt, gemütlich gegessen, getrunken und geschwatzt wurde. Als besonderes Highlight spielte Fabe Vega live während dem Zusammenlegen und unterstützte so die Aufräumaktion. „BIGNIK lebt von der unüblichen Zusammenarbeit. Nicht nur das Tücher sammeln und nähen, sondern auch das Aus- und Zusammenlegen sind eine Gemeinschaftsperformance“, so die beiden Riklin-Brüder.

Warten auf die BIGNIK-Tuchmodule

Pünktlich um 9 Uhr trafen die ersten 20 TuchlegerInnen ein. Da der Tuchtransport jedoch erst verzögert in Trogen eintraf, konnte erst gegen 11 Uhr mit dem Auslegen begonnen werden. 40 Jugendliche aus Mazedonien, die zu dem Zeitpunkt im Kinderdorf zu Besuch waren, halfen ebenfalls tatkräftig mit, die Tuchmodule im Dorf auf den Strässchen und rund um die Häuser auszulegen, beziehungsweise das „Dorf mit den Tüchern auszumalen“.

Ausklang mit Blick in die Zukunft

Mehrere Hundert Personen aus der Ostschweiz besuchten das diesjährige BIGNIK und genossen das aussergewöhnliche Textil-Spektaktel. Auch für Dorothea Altherr, Gemeindepräsidentin Trogen, ist das BIGNIK ein besonderes Erlebnis: „Die ausgelegten Module sehen eindrücklich aus. Und ein bisschen sind die Tücher ein Vorbote der baldigen Pflästerung des Landsgemeindeplatzes!“ Gegen 18 Uhr war auch das letzte Tuchmodul zusammengelegt und verstaut. Bei Grilladen und Erfrischungen liess die REGIO gemeinsam mit Frank und Patrik Riklin sowie den fleissigen Tuchlegerinnen und Tuchleger den gelungenen BIGNIK-Tag ausklingen. Dabei träumen die Riklins davon, irgendwann die Stadt St.Gallen mit 5000 Tuchmodulen zu fluten…

Luftaufnahmen / Medienbilder: Es stehen exklusive Luftaufnahmen des ausgelegten BIGNIK-Tuches zur freien Verfügung (mit entsprechendem Bildhinweis). Die Fotos können hier heruntergeladen oder beim Atelier für Sonderaufgaben 076 457 12 41 (info@sonderaufgaben.ch) bezogen werden.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Rolf Geiger, Geschäftsleiter REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee, 071 227 40 71 oder 079 547 54 61; rolf.geiger@remove-this.regio-stgallen.ch 

Frank und Patrik Riklin, Konzeptkünstler, Atelier für Sonderaufgaben, 078 732 63 14; info@remove-this.sonderaufgaben.ch 

Dorothea Altherr, Gemeindepräsidentin Trogen, 071 343 78 77 oder 078 638 71 70; dorothea.altherr@remove-this.trogen.ar.ch 

 

Was ist BIGNIK?

Die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee hat BIGNIK der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin im Rahmen von „Region als Bühne“ initiiert und beschreitet mit dem wachsenden Kunstwerk bewusst einen anderen Weg, um die Identität und Wahrnehmung der Region zwischen Säntis und Bodensee zu prägen. Sie setzt dabei bei all jenen an, die in der Region leben und arbeiten – der Bevölkerung. Pro Einwohner ein Tuch: „Gemeinsam ein riesiges Picknick-Tuch für die ganze Bevölkerung erschaffen, das so gross ist wie 100 Fussballfelder, bestehend aus 293‘438 Tüchern, exakt so viele wie die Einwohnerzahl der Region.“ So lautet seit sechs Jahren die Vision der Riklin-Brüder vom St.Galler Atelier für Sonderaufgaben, welche die Idee und das Konzept zum BIGNIK-Projekt hatten. BIGNIK ist kein Event im herkömmlichen Sinne. Es ist eine künstlerische Intervention, die aus den lokal vorhandenen Ressourcen des „Textilland Ostschweiz“ schöpft, und an der breite Teile der Bevölkerung massgeblich beteiligt sind. BIGNIK ist der Versuch, eine einzigartige gemeinschaftliche Tradition für die Region zu schaffen. Eine Plattform für Begegnungen und Geschichten. Bis jetzt sind über tausend Menschen am Entstehungsprozess beteiligt. BIGNIK braucht Jahr für Jahr mehr Strategie, Logistik und Menschen, die an der Vision „Pro Einwohner ein Tuch“ mithelfen. Sie sammeln, unterstützen, nähen seit Monaten – und tragen so die Projekt-Vision weiter. Ziel ist es, dass BIGNIK jährlich weiterwächst und jeweils im Frühsommer öffentlich zum Picknick eingeladen wird. Die Fertigstellung und Erfüllung der BIGNIK-Vision wird voraussichtlich bis 2043 erfolgen.

 

 

48,6%

Der RegioBenchmark zeigt, dass die Beschäftigungsdichte in der Regio hoch ist. Auf 100 Einwohner kommen in der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee rund 49 Arbeitsplätze.

13

Im Textilland Ostschweiz können Sie in 13 Hotels in textilen Träumen schlafen. 

Kontakt

Regio Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Jasmin Kaufmann

Projektleiterin Regionalentwicklung
071 227 40 72
jasmin.kaufmann@regio-stgallen.ch 

Nach dem Bachelorstudium in Betriebsökonomie an der Hochschule Luzern - Wirtschaft arbeitete Jasmin Kaufmann als Assistentin Amtsleiter und Abteilung Dienste beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen. Berufsbegleitend zur Tätigkeit bei der Regio hat Jasmin Kaufmann den Master of Science in Business Administration mit Vertiefung Public und Nonprofit Management an der ZHAW Winterthur abgeschlossen.

Mit "Lattich" den Güterbahnhof beleben

Mit dem Projekt "Lattich" wird auf dem Güterbahnhofareal in St.Gallen eine Zwischennutzung initialisiert. Mit dem Ziel, längerfristig einen neuen Arbeits- und Lebensraum und ein Innovationsumfeld für die Kreativwirtschaft zu schaffen.

Wahrnehmungs- und Imagestudie Ostschweiz

Wie gut kennt die Schweiz die Ostschweiz? Die REGIO hat in Zusammenarbeit mit dem Markt‐ und Meinungsforschungsinstitut DemoSCOPE eine repräsentative Wahrnehmungs‐ und Imagestudie durchgeführt.

alsam gsundappenzellerland

Das Veranstaltungsforum alsam gsundappenzellerland lässt das kulturelle Erbe der Region wieder aufleben.