18.04.2018 | Baugesuch "Lattich-Bau" eingereicht

Das durch die Regio Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee initiierte Zwischennutzungsprojekt Lattich wird auch 2018 weiter wachsen. Ab Mai wird wieder urbanes Leben im Lattich-Quartier und der SBB-Halle einkehren. Zusätzlich soll ab Ende 2018 ein Bau mit 45 Holzmodulen auf dem brach liegenden Teil des Areals entstehen und erschwinglichen Arbeitsraum für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft bieten. Trägerin und Hauptinvestorin des privat finanzierten Lattich Baus ist die Blumer Lehmann AG aus Gossau. Der Kanton St.Gallen ermöglicht diese Zwischennutzung als Grundeigentümer mittels eines Baurechts. Es ist auf 10 Jahre beschränkt bis definitive Nutzungen, wie das Verkehrsprojekt der so genannten Teilspange Güterbahnhof, realisiert werden. Das Baugesuch für den Lattich Bau wurde am 17. April 2018 eingereicht.

Das Areal beim Güterbahnhof ist eines der letzten grösseren Entwicklungsgebiete in der Stadt St.Gallen. Planungsarbeiten für ein Verkehrsprojekt führen dazu, dass die nächsten rund 10-15 Jahre nichts Dauerhaftes realisiert werden kann. Die Regio Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee hat das als idealen Zeitpunkt für eine Zwischennutzung erkannt und zusammen mit weiteren Partnern das Projekt Lattich initiiert.

Inbegriff für das urbane und kreative St.Gallen

Mit der Bespielung der leer gewordenen SBB-Halle und der Gestaltung und Belebung der Aussenfläche während der Sommermonate 2016 und 2017 bot sich – unterstützt durch die St.Galler Kantonalbank im Rahmen ihres Jubiläumswettbewerbs – die Möglichkeit die Zwischennutzung auf dem Areal rasch zu beginnen und erste Impulse zu setzen. Der dafür eigens gegründete Verein Lattich wird auch ab Mai 2018 das weitere „Wuchern“ ermöglichen (vgl. Medienmitteilung des Vereins Lattich vom 15. März 2018). Damit ist Lattich innert Kürze zum Inbegriff für das urbane St.Gallen geworden.

Erschwinglicher Arbeitsraum für Kleinunternehmen in attraktivem Umfeld

Dies und die Machbarkeitsstudie zum Lattich Bau bestärkten die Initianten in ihrer Vision auf dem brachliegenden Teil des Areals einen sichtbaren Brennpunkt für die Kreativwirtschaft in der Ostschweiz zu schaffen. Und zwar in Form eines Baus mit 45 Holzmodulen als Arbeitsraum für Kleinunternehmen zum Beispiel aus den Bereichen Handwerk, Design, Kommunikation oder Architektur. Im Unterschied zu vielen herkömmlichen Büro- und Gewerberäumen sollen im Lattich Bau vor allem kleinteilige und dadurch erschwingliche Flächen entstehen. Es besteht die Möglichkeit einzelne oder mehrere Module à 30m2 zu mieten. Sie werden im Rohbau mit Heizung, Strom- und Internetanschluss sowie teilweise mit Wasseranschluss erstellt. Die Erschliessung der Module von aussen erfolgt über einen Laubengang mit Treppen und Lift.

Weitere Alleinstellungsmerkmale von Lattich sind die Umfeld-Qualität und die räumliche Nachbarschaft, die Clustereffekte und Innovation begünstigen. „Mit Lattich als Begegnungsort von urbaner Qualität wollen wir mehr kreative Köpfe in der Region halten“, bringt Rolf Geiger, Geschäftsleiter der Regio, das Ziel und die Motivation der Regio Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee als Initiantin und Treiberin auf den Punkt.

Mobiler Bau aus Holzmodulen von Blumer Lehmann AG

Mit der Blumer Lehmann AG konnte eine ideale Umsetzungspartnerin gefunden werden. Richard Jussel, Geschäftsführer, teilt die Vision der Initianten: „Jungen Menschen soll nach dem Studium Raum zur Verfügung stehen um Ideen umzusetzen und um an einem Ort arbeiten zu können, wo Wissen ausgetauscht wird“. Die Blumer Lehmann AG ist zudem auf Holzmodulbauten spezialisiert. Aufgrund der beschränkten Nutzungsdauer des Areals sind Holzmodule für den Lattich Bau prädestiniert. So ist das Gebäude „mobil“ und kann nach Ablauf der Zwischennutzungsphase in einzelnen Modulen an einen neuen Standort „verpflanzt“ werden. Die in Gossau produzierten Holzmodule finden in der ganzen Schweiz grossen Absatz. So stehen in der Stadt Zürich und Umgebung bereits rund 50 (provisorische) Schulhäuser mit Holzmodulen von Blumer Lehmann AG. In der Ostschweiz kamen sie bisher noch wenig zum Einsatz.

Private Finanzierung mit Baurecht des Kantons St.Gallen

Die Blumer Lehmann AG als regionales Holzbauunternehmen tritt nicht nur als Produzentin und Umsetzerin auf, sondern ist auch eine der Hauptinvestoren des vollständig privat finanzierten Lattich Baus. Der Kanton St.Gallen ermöglicht diese Zwischennutzung als Grundeigentümer mittels eines entgeltlichen Baurechts. Es ist auf 10 Jahre beschränkt, so dass in der Folge definitive Nutzungen wie das Verkehrsprojekt der so genannten Teilspange Güterbahnhof und Tunnel Liebegg realisiert werden können.

Baugesuch eingereicht – Bezug bis Ende Jahr geplant

Der Lattich Bau wird vom Baubüro in situ aus Zürich geplant. Das Baugesuch wurde am 17. April 2018 beim Amt für Baubewilligungen der Stadt St.Gallen eingereicht. Die Visiere werden in diesen Tagen errichtet. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Baubewilligung vor den Sommerferien erwartet. Mit den Bauarbeiten könnte dann im August begonnen werden. Da die Holzmodule bei der Blumer Lehmann AG in Gossau weitgehend vorgefertigt werden, wird der Bau selber im Herbst innerhalb von 2 Wochen hochgezogen. Ende Jahr sollten die ersten Mietenden einziehen können.

Weitere Informationen:

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Rolf Geiger, Geschäftsleiter Regio Appenzell AR - St.Gallen - Bodensee 071 227 40 71, 079 547 54 61, rolf.geiger@regio-stgallen.ch

Richard Jussel, Geschäftsführer Blumer Lehmann AG 071 388 58 61, 079 438 30 61, richard.jussel@blumer-lehmann.ch

Machbarkeitsstudie Lattich Bau: Download unter http://www.regio-stgallen.ch/fileadmin/images/documents/Diverses/lattich_broschuere_a4_170124.pdf 

Weitere Informationen zur Zwischennutzung: www.lattich.ch 

Kontakt

Wirtschaft St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Rolf Geiger

Geschäftsleiter
071 227 40 71
rolf.geiger@remove-this.regio-stgallen.ch 

Vor dem Engagement bei der Regio war Rolf Geiger beim Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), als stellvertretender Leiter der Sektion Agglomerationspolitik mit folgenden Arbeitsschwerpunkten tätig: Programmmanagement Agglomerationsprogramme, Allgemeine Umsetzung Agglomerationspolitik, Strategie und Konzept, Forschung in den Bereichen Verkehr und Raumentwicklung.

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Mit Mobilitätsmanagement sind auch Unternehmen clevermobil und nehmen Verantwortung für den Standort wahr. Entsprechende Massnahmen sind oft einfach umsetzbar und überraschend wirksam. Mehrere Unternehmen und Gemeinden aus der Ostschweiz haben das Beratungsangebot von CLEVERMOBIL bereits genutzt und setzen heute erfolgreich Massnahmen für eine clevere Mobiltät um.

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