23.01.2019 | St.Gallen-Bodensee-Rheintal – Auf dem Weg zu einer neuen, grenzüberschreitenden Metropolitanregion

Am Montag fand in Rorschach das erste Forum zur Konstituierung einer Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal statt. Der Kanton St.Gallen und die Regio Appenzell AR-St.Gallen Bodensee stellten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft aus der Ostschweiz und dem Vorarlberg erstmalig die «Charta Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal» vor. Das gemeinsame Verständnis zu Strategie, Inhalt und Form der Zusammenarbeit wurde gefestigt. Der nächste Schritt ist der formelle Beschluss aller beteiligten Organisationen im Sommer dieses Jahres.

Der Weg bis zum Forum
Vor drei Jahren haben die damalige St.Galler Ständerätin und heutige Bundesrätin Karin Keller-Sutter und Ständerat Paul Rechsteiner die Diskussion angestossen. Auslöser war das Raumkonzept Schweiz, das der Ostschweiz nicht den angemessenen Stellenwert als Metropolitanraum beimisst. Wie wichtig der Status «Metropolitanregion» ist, zeigt die Tatsache, dass der Bund seine finanziellen Ressourcen prioritär in solche Wirtschaftszentren investiert. Auch Investitionsratgeber richten sich nach dem Raumkonzept Schweiz. Die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee und die WIRTSCHAFT St.Gallen-Bodensee haben vor zwei Jahren den Ball aufgenommen und Denkwerkstätten mit wichtigen Ostschweizer Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft organisiert. Es zeigte sich: Die Voraussetzungen für eine Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal sind klar gegeben, die Bereitschaft ist da, jetzt müssen die Kräfte gebündelt werden.

Vier Räume – ein gemeinsames Ziel
Das grenzüberschreitende Rheintal spielt in der Konstituierung eine wichtige Rolle. Vorgespräche und auch das Forum zeigten, dass ein grosses gemeinsames Interesse an der Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal besteht. «Grenzüberschreitendes Denken und Handeln ist für Vorarlberg unabdingbar. Die Metropolitanregion macht das gesamte Gebiet St. Gallen-Bodensee-Rheintal nach aussen hin sichtbarer und wird in Zukunft dabei helfen, Interessen zu bündeln und gemeinsam die Region voranzubringen», so der Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch.

«Wir haben das Potenzial für eine Metropolitanregion und sollten auch als solche anerkannt werden. Die effektive Leistung kann im schweizerischen Kontext mit anderen Metropolitanräumen wie den Metropolitanregionen Bern oder Tessin mithalten. Das zeigen die Fakten. Jetzt müssen wir gemeinsam für unseren Raum einstehen und diese Tatsache nach Bern tragen», so Marc Mächler, Regierungsrat des Kantons St.Gallen. Auch Mathias Burtscher, Geschäftsführer Industriellenvereinigung Vorarlberg, ist von der Idee der Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal überzeugt: «Ich wüsste nicht, was man daran nicht unterstützen kann! Es ist sinnvoll, was hier vorgestellt wurde.»

Die Charta – eine Absichtserklärung
Wie vorgegangen werden soll, welche Ziele und Strategien dabei im Zentrum stehen und wie eine Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal aufgestellt ist, wurde in Form einer Charta zu Papier gebracht und am Forum mit den geladenen Gästen intensiv diskutiert. «Mit dem Bekenntnis zur Charta bekunden die beteiligten Partner, dass sie die Ziele und Inhalte mittragen und sich im Umsetzungsprozess engagieren werden. Ich bin zuversichtlich, dass nach dem Anlass die Beteiligten dieses Dokument unterzeichnen werden und wir uns auch nach aussen als Metropolitanregion behaupten können», so Thomas Scheitlin, Präsident REGIO und Stadtpräsident St.Gallen.

Handlungsschwerpunkt Erreichbarkeit
Neben der Charta wurde am Forum auch ein erster konkreter Handlungsschwerpunkt thematisiert: die Verbesserung der internationalen und innerregionalen Erreichbarkeit. «Hier liegt noch grosses Verbesserungspotential und gleichzeitig dient die Erreichbarkeit als Katalysator für andere Bereiche», so Rolf Geiger, Geschäftsleiter AGGLO/REGIO.

Nächste Schritte
Die Charta wird mit den am Forum diskutierten Erkenntnissen finalisiert und den beteiligten politischen und wirtschaftlichen Körperschaften zur Beschlussfassung vorgelegt. Der feierliche Akt des Unterschreibens und somit auch die öffentliche Ausrufung einer Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee-Rheintal sind im Juni 2019 geplant.

 

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des Baudepartementes des Kantons St.Gallen 058 229 30 00
Stadtpräsident Thomas Scheitlin, Präsident Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee 071 224 53 20
Rolf Geiger, Geschäftsleiter Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee 071 227 40 71, 079 547 54 61

Bilder stehen zur Verfügung unter: http://media.sg.ch/pindownload/login.do?pin=BZ3SDOEFLXSY

Kontakt

Wirtschaft St.Gallen - Bodensee
Geschäftsstelle
Blumenbergplatz 1
9000 St. Gallen

Rolf Geiger

Geschäftsleiter
071 227 40 71
rolf.geiger@remove-this.regio-stgallen.ch 

Vor dem Engagement bei der Regio war Rolf Geiger beim Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), als stellvertretender Leiter der Sektion Agglomerationspolitik mit folgenden Arbeitsschwerpunkten tätig: Programmmanagement Agglomerationsprogramme, Allgemeine Umsetzung Agglomerationspolitik, Strategie und Konzept, Forschung in den Bereichen Verkehr und Raumentwicklung.

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Mit Mobilitätsmanagement sind auch Unternehmen clevermobil und nehmen Verantwortung für den Standort wahr. Entsprechende Massnahmen sind oft einfach umsetzbar und überraschend wirksam. Mehrere Unternehmen und Gemeinden aus der Ostschweiz haben das Beratungsangebot von CLEVERMOBIL bereits genutzt und setzen heute erfolgreich Massnahmen für eine clevere Mobiltät um.

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Ohne Schule gibt es keine angehenden Lernenden. Ohne Wirtschaft keine Lehrstellen und ohne Berufsberatung keine Unterstützung für Jugendliche. Es braucht alle Beteiligten, damit der Berufswahlprozess funktioniert. Der Verein Triebwerk bildet die Schnittstelle zwischen Jugendlichen, Lehrpersonen und Berufsbildnern. WIRTSCHAFT St.Gallen-Bodensee unterstützt diese Fachkräfteinitiative.

gemeinsame Vision

Ein schlagkräftiges politisches Lobbying und mehr Investitionen für die Wirtschaftsregion Ostschweiz-Bodensee. Das sind die Ziele, die WIRTSCHAFT St.Gallen-Bodensee gemeinsam mit der Politik erreichen will. Zentral dafür ist die Wahrnehmung und Anerkennung als eigenständige starke Wirtschaftsregion die wir sind - eine Metropolitanregion.