echo – der regionale Zukunftsprozess
Die Zukunft gestalten: Mehr Ausstrahlung für unsere Region.
Eine sichtbar starke Region braucht Identifikation, Ausstrahlung und ein gemeinsames Verständnis davon, was sie verbindet. Die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee vereint 45 Städte und Gemeinden aus drei Kantonen (SG, AR, TG) sowie vier Organisationen in einem gemeinsamen Perimeter mit rund 300’000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Vielfalt ist eine grosse Stärke – sie macht es aber auch anspruchsvoll, die Region als zusammenhängenden Lebens- und Wirtschaftsraum sichtbar zu machen. Genau hier setzt echo – der regionale Zukunftsprozess an: nicht mit einem Einzelprojekt, sondern mit einem längerfristigen, bewusst ergebnisoffenen Prozess, der sich am Wertekompass mutig, überraschend, nachhaltig und partizipativ orientiert. Aus diesem Prozess sollen in den nächsten Jahren gemeinsam mit der Bevölkerung Ideen, Formate und Initiativen entstehen, die die Region stärken und weit über sie hinaus wirken
In fünf Phasen zu mehr Strahlkraft
Der regionale Zukunftsprozess ist in fünf Phasen aufgebaut. Den Auftakt (Phase 1) bildet der echo-Dialog als partizipative Bestandesaufnahme: Was verbindet uns? Was ist den
Menschen in der Region wichtig? Wo sehen sie Chancen und Handlungsbedarf? In der zweiten Phase werden die gesammelten Stimmen und Erkenntnisse ausgewertet und verdichtet. Darauf aufbauend folgt in Phase 3 die Ideenwerkstatt, in der gemeinsam mit der Bevölkerung konkrete Ansätze und Projekte entwickelt werden. In der anschliessenden Umsetzung sollen diese Vorhaben schrittweise realisiert und letztlich in die Region getragen werden.

Mit einem temporären Kollektiv in die Vorbereitung von Phase 1
Zur Vorbereitung der ersten Phase wählte die REGIO bewusst einen mutigen und partizipativen Weg: Statt die Auftaktidee intern zu entwickeln oder als Auftrag extern zu vergeben, wurde ein temporäres Kollektiv aus der Region zusammengestellt. Aus 30 Bewerbungen wählte das Kernteam acht Persönlichkeiten aus, die im März während drei Tagen in einem selbstorganisierten Format die Grundidee für den Auftakt des Zukunftsprozesses entwickelten: der echo-Dialog entstammt dieser Zusammenarbeit und bildet nun das Fundament des gesamten Prozesses.
Regionale Umsetzungspartner
Die Idee aus dem Kollektiv musste noch auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden, denn der Einsatz von KI stellte die REGIO vor grosse Fragezeichen. In den Gesprächen mit Expertinnen und Experten zu den Themen Technologie, Datenschutz und Zukunftsforschung zeigte sich, dass die Idee auf Anklang stösst und eine Umsetzung realistisch ist. So wurden letztlich auch die Umsetzungspartner gefunden: Für die Entwicklung des Backends wurde das Institute of Computer Science der Universität gewonnen; für das Frontend sind FIVE und variabel zuständig. Im August 2025 bestätigte der Vorstand die Weiterverfolgung des echo-Dialogs und gab damit den Weg frei für die Umsetzung.
Seit Prozessbeginn ist ein organisationsübergreifendes Kernteam (siehe Box rechts) mit dabei – als wichtiger Sparringpartner und Wegweiser. Zu den Hauptpartnern von echo zählen diie OST – Ostschweizer Fachhochschule, die OLMA Messen St.Gallen AG und die Universität St.Gallen.
Der echo-Dialog: Auftakt in den Zukunftsprozess
Am 15. Juni 2026 wurde echo – der regionale Zukunftsprozess offiziell lanciert. Der echo-Dialog bildet den Auftakt und lädt Menschen aus der Region dazu ein, sich auf ungewohnte Weise mit ihrer persönlichen Zukunft und der Zukunft der Region auseinanderzusetzen: In einem KI-gestützten Videocall führen sie mit ihrem 20 Jahre älteren Ich ein Gespräch. Dieses Gespräch mit dem Zukunfts-Ich verleiht dem abstrakten Begriff «Zukunft» eine persönliche Dimension, macht sie erfahrbar und fördert das Zukunftsbewusstsein – denn jeder und jede ist Teil der Zukunft kann sie selbst mitgestalten. Die aus den Gesprächen gewonnenen Gedanken und Einschätzungen bilden die Grundlage für die nachfolgende Auswertung. Aus ihnen sollen wünschenswerte Zukunftsbilder und Themenfelder abgeleitet werden, die zeigen, was die Menschen in der Region bewegt und wo gemeinsamer Handlungsbedarf besteht. Der echo-Dialog ist damit weit mehr als ein aufmerksamkeitsstarker Auftakt – er ist eine unkonventionelle Form einer Bestandesaufnahme, auf der die weiteren Prozessphasen aufbauen.
Der echo-Dialog startet am 15. Juni 2026 und läuft bis zum 30. September 2026.
Weitere Informationen auf der Website www.echo-dialog.ch
Impressionen des bisherigen Prozesses (2024 – 2025)
Bilder: Auftaktsworkshop Zukunftswerkstatt im Botanischen Garten mit Teilnehmenden aus dem REGIO-Netzwerk (03.06.2024) – Kick-off Prozessdesign mit Zukunftsmacher:innen aus dem Auftaktworkshop in der Werft31 (05.09.2024) – Jury-Moment für das temporäre Kollektiv (Februar 2025) – Get2gether im Museum of Emptiness (28.02.2025) – Kollektiv-Momentum 1 in Rorschach, Mind the Gap (8. und 09.03.2025), Kollektiv-Momentum 2 in der Werft31 (29.03.2025)
